Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Das Thema Literaturverwaltung auf dem 101. Bibliothekartag in Hamburg

Logo des 101. Bibliothekartags

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In nur wenigen Stunden beginnt der diesjährige Bibliothekartag in der schönen Hansestadt Hamburg, welcher bis einschließlich Freitag unter dem Motto „Bibliotheken – Tore zur Welt des Wissens“ begangen wird. Es ist spät, aber noch nicht zu spät, um äqivalent zur Jubiläumskonferenz in Berlin an dieser Stelle die Konferenzveranstaltungen, Beiträge und (Firmen-)Angebote zusammenzutragen, die dem Themenkreis  Literaturverwaltung und verwandten Gebieten gewidmet sind. Indiesem Sinne: Na, denn man tau!

Veranstaltungen im Hauptprogramm

Tag 1 – Dienstag, 22.05.2012

Insbesondere  der Nachmittag des heutigen ersten Veranstaltungstags bietet die ersten Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Thema:

Bereits in dem allerersten Veranstaltungsslot ab 13:30 Uhr werden bibliothekarische Services für Literaturverwaltung ins Feld geführt. So ist dem Abstract des Vortrags von Joachim Hennecke (UB Nürnberg-Erlangen) – Titel: Zielgruppenanalyse in Kooperation mit externen Partnern – Erfahrungen der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg – zu entnehmen, dass die universitäre Wirtschaftsinformatik daran interessiert ist, mit der Universitätsbibliothek „als Kompetenzträgerin für Literaturverwaltungssysteme eine quantitative Begleituntersuchung zu einer Akzeptanzstudie durchzuführen“ möchte. Vielleicht erfährt man in Vortrag und Diskussion mehr Details dazu.  Die Session Qualitätsmanagement findet ab 13:30 Uhr im Saal B statt, der Vortrag ist für 14:30 Uhr terminiert.

Als Teil der Session „Bibliotheken und eScience“ (13:30-16:30 Uhr im Saal 3) ist ein Vortrag zu ResearchGate, einem aufstrebenden sozialen Netzwerk für WissenschaftlerInnen mit Literaturverwaltungsfunktionen angekündigt. Es ist allerdings irritierend, dass  dies nur im alten (?) Kongress-Programm vermerkt ist, aber nicht (mehr?) beim Dienst https://www.bibliothekar2go.de. Da heißt es wohl, sich vor Ort überraschen zu lassen.

Cristian Pierer von der UB Bamberg wird unter dem Titel “Literaturverwaltung einmal anders – Optimierungspotentiale im Erwerbungsprozess” in der Sektion “Geschäftsprozesse neu gestalten” (Dienstag, 22.05., 16-18 Uhr, Saal 4 – der Vortrag ist auf 17 Uhr terminiert) über die  Nutzung von Citavi als Erwerbungstool referieren.

Parallel zur im vorigen Absatz angesprochen Session findet die Sektion „Neue Dimensionen der Teaching Library im Saal 8 statt. Da bibliothekarische Services für Literaturverwaltung – insbes. Software-Schulungen – sich im Spektrum der Aktivitäten zur sogenannten Vermittlung von Informationskompetenz etabliert haben, kann es gut sein, dass dies in mindestens einem der praxisorientierten Vorträge thematisiert wird.

Tag 2 – Mittwoch, 23.05.2012

Der Literaturverwaltungstool-Mittwoch beginnt ab 11 Uhr mit zwei Vorträgen zu Library Thing im Rahmen des Vortragsforums der Zukunftswerkstatt im Saal A. Als erstes spricht der Krefelder Simon Renner allgemeiner zur Nutzung von LibraryThing durch Bibliotheken in Deutschland, gefolgt von dem Krefelder Bibliothekar Martin Kramer mit einem Praxisbericht.

Auch wenn ein direkt unmittelbarer Bezug anhand der Titelankündigungen und der Vortrags-Abstracts nicht erkennbar ist, könnte die Session zu Virtuellen Forschungsumgebungen (13:30-16:30 Uhr im Saal 6) durchaus auch für den Literaturverwaltungskontext so interessant  wie relevant sein. Literaturverwaltungsfunktionen sind nämlich faktisch (auch) in VRE’s essentiell. Möglicherweise wird dies ja in dem ein oder anderen Beitrag thematisiert.

Tag 3 – Donnerstag, 24.05.2012

Für den Donnerstag könnt aus Literaturverwaltungsperspektive  insbesondere die Session zu „Semantic Web“ am frühen Nachmittag fruchtbringend sein. Sie wird in Kooperation mit der Zulunfttswerkstatt im Saal A zwischen 13:30 und 15:30 Uhr durchgeführt. Eine effektivere Recherche und Nachnutzung von Literaturnachweisen durch entsprechende Techniken und Verfahren sind in jedem Fall beachtenswert.

Tag  4 – Freitag, 25.05.2012

Am Abschlusstag ist die 9 uhr-Session „Open Access und Open Data“ (Saal 6) sicherlich sehr interessant. Denn: Irgendwoher müssen die bibliographischen Daten, welche für die persönliche Literaturverwaltung nachgenutzt werden können und wollen ja kommen.

Parallel dazu findet im Saal 6 die Session zum „Forschungsdatenmanagement“ statt. Wenn man so will ist das die Nachbardisziplin zur Literaturverwaltung und damit durchaus beachtenswert.

Aussteller und Firmenveranstaltungen mit Bezug zu Literaturverwaltungslösungen

Auch dieses Jahr sind auf der Ausstellungsmesse wieder die altbekannten, nämlich die größten und erfolgreichsten, Firmen des (lizenzpflichtigen) Literaturverwaltungsmarkts vertreten:

Adept Scientific aus Frankfurt – unter anderem verantwortlich für den Vertrieb von EndNote – hat den Stand mit der Nr.  50 in der Halle H. Mit den Vertretern wird man dort sicherlich über die ersten Nutzungserfahrungen mit dem bereits letztes Jahr vorgestellten, aber jetzt erst produktiv – leider nur  für Mitglieder lizenznehmender Einrichtungen – freigeschalteten elektronischen Handbuch „Informationsmanagement mit EndNote“ ins Gespräch kommen können. Es entstand in Zusammenarbeit mit der UB Heidelberg in Person von Benno Homann.

Die britische Firma RefWorks-COS, welche das gleichnamige webbasierte Literaturverwaltungssystem der ersten Stunde entwickelt und vertreibt, hat natürlich wieder einen gemeinsamen Stand mit der Mutterfirma ProQuest. Es ist der mit der Nr.  10. Es wird sicher interessant die neuene Produktentwicklungen um das Kernprogramm und die optionalen Zusatmodule RefShare, RefAware, RefMobile usw. zu erfahren.

Auch Swiss Academic Software, für dessen Produkt  Citavi die  Dienstleistungen vieler wissenschaftlicher Bibliotheken wohl kaum mehr wegzudenken ist, hat einen Stand auf dem Hamburger Bibliothekartag. An diesem, es ist die Nr. 8, gibt es  neben direkten Support, Tipps und Tricks zur aktuellen Version 3.2 sowie möglicherweise Blicke in die Zukunft, hoffentlich auch die berühmten Schweizer Schokoladentaschenmesser. Lecker!😉

Neu im Bunde der Literaturverwaltungsanbieter ist Swets. Der bekannte Informationssytemdienstleister ist an dieser Stelle deshalb zu erwähnen weil die Firma zusammen mit Mendeley seit neuestem deren Institutional Edition verantwortet. Es kann durchaus lohnen, mehr darüber zu erfahren.

Weitere Auseinandersetzungsmöglichkeiten

Natürlich kann man sich über Literaturverwaltung auch in den Pausen auf den Fluren etc. – also quasi bilateral – austauschen. Aber nicht nur das:  Das Thema bzw. Teilaspekte wären auch ideal für die Unkonferenzen respektive Workshops während und innerhalb des Bibliothekartages. Das da wären:

  1. Das Camp101 der HAW auf deren Campus, welches bereits gestern startete. (Jedoch mit – gewollt? – leerem Themenboard)
  2. Das BIBbarcamp mit jeweils zwei Sessionblöcken  am Donnerstag (am Nachmittag von 16-18 Uhr) und Freitag (am Vormittag von 9-12 Uhr) im Saal F.

Nicht nur dort gilt: Einfach mitmachen, viel Vergnügen und alles ist im Lot!

Matti Stöhr

Einsortiert unter:Events & Termine, Services & Support, Software & Tools, , , ,

2 Responses

  1. Matti Stöhr sagt:

    Update zu Citavi: Der Blick in die Zukunft heißt Citavi 4 Preview 1:http://support.citavi.com/forum/viewtopic.php?t=5038

  2. […] zu spät, äquivalent zu den Beiträgen für die Bibliothekartage der vergangenen beiden Jahre in Hamburg und Berlin, die Konferenzveranstaltungen, Beiträge und (Firmen-)Angebote zusammenzutragen, die dem […]

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