Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Das Thema Literaturverwaltung auf dem BID-Kongress 2013 in Leipzig – Teil 1

Messe Leipzig

Messe Leipzig (Foto: Wikimedia Commons)

Morgen beginnt unter dem Motto „Wissenswelten neu gestalten“ die nunmehr fünfte Auflage vom Kongress Bibliothek & Information Deutschland in Leipzig. Vom 11.-14. März treffen sich im Congress Center der Leipziger Messe mehrere tausend Bibliotheks- und Informationswesen zum wohl wichtigsten Branchentermin diesen Jahres, der ein sehr umfangreiches und vielfältiges Programm bereithält. Es ist noch nicht zu spät, äquivalent zu den Blogposts für die Bibliothekartage der vergangenen beiden Jahre in Hamburg und Berlin, die Konferenzveranstaltungen, Beiträge und (Firmen-)Angebote zusammenzutragen, die dem Themenkreis Literaturverwaltung und eng damit zusammenhängenden Gebieten gewidmet sind. Leider kann ich selbst diesmal nicht beim Kongress dabei sein um mir die hier herausgepickten Rosinenstücke selbst zu verputzen. Aber zum Glück gibt es ja im Nachhinein die Folien-Uploads auf den OPUS-Server des Berufsverbands BIB und individuelle Kontaktaufnahme über div. Kommunikationskanäle… Allen die dort sind wünsche ich nichtdestotrotz vor Ort anregehnde Vorträge und Gespräche rund um Literaturverwaltung! Auf geht’s mit den ersten beiden Kongresstagen Montag und Dienstag! Mittwoch und Donnerstag sowie ein Blick in Firmenaustellungen und -vorträge folgen rechtzeitig im zweiten Teil.

Tag 1 – Montag, 11.03.2013

Gleich am Vormittag bergen zwei ab 9 Uhr stattfindende parallele Sessions mögliche Anknüpfungspunkte zu (bibliothekarische Services für) Literaturverwaltung. Zum einen werden in einem Workshop das BIB-Jahresthema „Neue Arbeitsfelder in Bibliotheken – neue Kompetenzen für unsere Mitarbeitenden!?“ vorgestellt und diskutiert. Klaus Tochtermann, Direktor der Zentralen ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, wird zu Beginn die Keynote unter dem Titel „Science 2.0 und Citizen Science in Bibliotheken – Ein neues Arbeitsfeld erfordert neue Kompetenzen!“ halten. Zum anderen könnte spezieller der Vortragsblock „Forschungsdaten-Repositorien – Infrastrukturen zur dauerhaften Zugänglichkeit von Forschungsdaten“ von nicht unerheblicher Relevanz sein. Möglichkeiten zum Auffinden, Nachnutzen und Zitieren von Forschungs(meta-)daten sehe ich für Literaturverwaltungstools als einen zukunftsweisenden Aspekt an.

Direkt nach der Eröffnungsveranstaltung geht es um 13:30 Uhr weiter. In der Session „Elektronisch publizieren“ wird Lambert Heller von der TIB/UB Hannover sowie Mitbegründer und Autor dieser Plattform, ca. um 14 Uhr über „Dynamische Publikationsformen: Werkzeuge, Anwendungsbeispiele, Erschließung, Benutzung. Wie machen wir die wissenschaftliche Bibliothek fit für Science 2.0?“ sprechen. Geht man dorthin, muss man sich jedoch ggf. gegen die um 14 Uhr startende Session „Wissensvernetzung“ entscheiden. Folgt man den Abstracts, wird in den drei Beiträgen zu „culturegraph.org“ (Daniel Schäfer) und „BibFrame“ (Julia Hauser), beides Referenten von der Deutschen Nationalbibliothek, sowie „Content in Context“ (Klaus Ceynowa, Bayerische Staatsbibliothek) im Linked (Open) Data-Kontext beispielhaft auch auf die individuelle Nachnutzung von Metadaten eingegangen. Ferner halten Karsten Schuldt (HTW Chur) und Sabine Wolf (FH Potsdam) um 15 Uhr einen gemeinsamen Vortrag über die „Darstellung und Anreicherung von Sammlungen in Augmented Reality“ im Parallelblock „Die Verknüpfung physischer und virtueller Räume“. Auch die Session Informations- und Wissensmanagement könnte sich als fruchtbringend erweisen. In Zeiten wo Literaturverwaltungstools funktional immer mächtiger – Stichworte sind hier beispielsweise (kollaborative) Wissensorganisation und Volltextmanagement – und auch in bibl. Geschäftsgängen eingesetzt werden, müssten diese mindestens im Beitrag von Gudrun Nelson Busch (Staatsbibliothek Berlin) mit dem Titel „Vom schwarzen Brett zum Twitterfeed – Social Media als Chance für das interne Informationsmanagement“ um 14:30 Uhr  berücksichtigt werden.

Im letzten Sessionzeitfenster des Tages empfiehlt sich ein Besuch der Session „Neue Informationsinfrakstrukturen“. In dieser wird um 17 Uhr Roland Bertelmann (Leiter Bibliothek und Informationsdienste (LIS), Helmholtz-Zentrum Potsdam) über „Informationsdienstleister oder Mauerblümchen – neue Rollen für akademische Bibliotheken“ mit dem Fokus auf Forschungsdatenservices sprechen.

Tag 2 – Dienstag, 12.03.2013

Auch am Morgen des zweiten Konferenztags wird eine dezidierte Session zu Forschungsdaten angeboten. Titel: „Forschungsdaten sammeln und strukturieren“. In dieser sticht vor allem der 11 Uhr-Vortrag „Auf dem Weg zu einer hochschulweiten Forschungsdateninfrastruktur: Schwerpunkt institutionelle DOI-Vergabe“ von Johanna Vompras (UB Bielefeld) in Thematisierung von DataCite hervor. Auf dem ersten Blick ist nicht erkennbar warum parallel zur Forschungsdatensession der Block „Personalentwicklung“ relevant sin könnte. Ist sie aber in Lektüre des Abstracts von Jens Renner (Hochschulbibliothek Ansbach) zu seinem Beitrag „Mehr Dienstleistungskompetenz durch kooperative Personalentwicklung – ein Bundesland bildet sich zielgenau fort“ in Erwähnung von Best-Practice Workshops zu Citavi im Kontext der Informationskompetenzvermittlung.

Für den Nachmittag bietet sich der Besuch der zweiteiligen Session „Wissenschaftliche Bibliotheken vermitteln Informationskompetenz“ an.  Im Teil 1 (Strategien und Methoden) ab 13:30 Uhr könnten hier insbesondere die Beitrage von Fabian Franke  (UB  Bamberg) – er spricht zu „Wissenschaftliche Informationskompetenz und Bibliotheken – Status quo und Perspektiven“ – und von Lars Müller (FH Potsdam) mit dem Plädoyer „Informationskompetenz neu konfigurieren“  Literaturverwaltungsbezug haben. Im Praxisteil ab 16 Uhr könnte in jedem Beitrag der Begriff Literaturverwaltung fallen, erwarten würde ich dies vor allem in dem Vortrag zu „A Course in Scholarly Publishing for Undergraduates at the University of Utah“ (Peter Kraus)  und vom Beitrag  „Eine Wissensbar für die SLUB Dresden“ (Jens Mittelbach).

Wer nicht nur Vorträgen zuhören und allenfalls ein zwei Fragen im direkten Anschluss stellen, sondern sich auch über bilaterale Flurgespräche hinaus intensiv aktiv austauschen möchte, hat von 13:30 bis 18:30 Uhr die Möglichkeit im Rahmen der zweiten Auflage des BIB-Barcamps – der Unkonferenz in der Konferenz – Literaturverwaltungsprogramme und entsprechende Dienstleistungen geplant oder spontan zu thematisieren und zu diskutieren, wenn man es denn nur vorschlägt.

Es lohnt sich außerdem auch ein Besuch der ganztägigen Postersitzung: Justine Haeberli-Kaul und Katja Bandlow (UB Stuttgart) haben sich etwa mit „Alternative Impact-Messung für wissenschaftliche Publikationen“ auseinandergesetzt und führen diesbezüglich im Abstract nachvollziehbar Mendeley und Zotero als relevant an.

Matti Stöhr

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