Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Endlich: NOT-Operator in BibSonomy

An BibSonomy werden ständig kleine Verbesserungen vorgenommen, und auch Release 2.0.29 vom 31.10. kündigt bescheiden „some smaller updates“ an. Dabei ist ein ungemein wichtiges neues Feature darunter, auf das die Community schon jahrelang warten musste: Bei Schlagwortsuchen in BibSonomy-Datensätzen kann jetzt auch ein NOT-Operator (bzw. sys:not:) verwendet werden. Wie man es von zahlreichen anderen Retrievalsystemen kennt, können dadurch unerwünschte Datensätze aus Ergebnislisten herausgefiltert werden.

Gerade bei einem Social-Tagging-System, in dem man selbst indexiert, ist ein solches Feature sinnvoll. Früher war man gezwungen, Schlagwörter auf eine geradezu klassifikatorische Weise zu vergeben, um später beim Retrieval flexibel zu bleiben. Hatte man z.B. seine bereits gelesenen Publikationen mit erledigt getaggt, gab es keine komfortable Möglichkeit, sich alle noch nicht gelesenen Publikationen anzeigen zu lassen – es sei denn, man hatte sie von vorneherein mit noch_nicht_erledigt o.ä. getaggt. Nun erhält man die gewünschte Literaturliste in diesem Beispiel einfach durch die Suchanfrage sys:not:erledigt.

Durch diesen neuen NOT-Operator wird also nicht nur das Retrieval mächtiger, sondern auch das Tagging vereinfacht, und BibSonomy ein ganzes Stück attraktiver. Gegenwärtig besteht noch das technische Problem, dass die angezeigte Anzahl der Datensätze in einer Liste sich nicht anpasst, wenn man den NOT-Filter anwendet, aber das sollte bald behoben sein.

Martin de la Iglesia

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BibSonomy-Design: neu, aber nicht besser

Das Online-Literaturverwaltungsprogramm BibSonomy hat jetzt ein neues Design verpasst bekommen. Zuvor wirkte das (nach wie vor von den Farben Blau und Grau dominierte) Layout sehr nüchtern, was angesichts seiner Herkunft aus dem universitären Informatik-Bereich vielleicht auch ganz passend war. Nun hat man die Optik ein klein wenig bunter, lebendiger und vor allem großzügiger gestaltet. Die Kommentare im offiziellen BibSonomy-Weblog lassen allerdings darauf schließen, dass Nutzerinnen und Nutzer diesen neuen großzügigen Umgang mit dem Screen Real Estate als problematisch empfinden könnten: „this solution just ‚eats space'“ sagt ‚Oeoe‘, „design does not seem to follow function“ meint ‚ursg‘, und das Fazit von ‚Anonymous‘ lautet schlicht „Terrible.“

Auch Kollege Jakob Voß hat seine Meinung zum neuen BibSonomy-Design in seinem Weblog kundgetan, und die Überschrift seines Posts spricht für sich: „BibSonomy usability disaster„. Vor allem auf kleinen Bildschirmen wie etwa denen von Netbooks, schreibt Jakob zurecht, wird die Benutzung von BibSonomy zu einem Ärgernis. Man kann nur hoffen, dass das BibSonomy-Team (das eigentlich immer ein offenes Ohr für Beschwerden aus der Community hatte) ein Einsehen hat und nochmals Hand an das Layout anlegt, damit BibSonomy weiterhin ein empfehlenswertes Literaturverwaltungssystem bleibt.

Martin de la Iglesia

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„Zotero 3.0 Is Here!“

Ganz frisch – und zwar gestern – wurde nach einer langen Betaphase (seit August 2011) nun das offizielle Erscheinen der stabilen Version 3.0 von Zotero verkündet. Für die Beta-User wie Martin Fenner ist das natürlich nichts Neues, aber man kann durchaus die Neuerungen wiederholen: Neben der Standalone-Variante, die eine Offline-Anwendung möglich macht, ist das genuine Firefox-Browserplugin über sogenannte Connectors nun auch mit Googles Chrome und dem Safari-Browser nutzbar.  Hinzu kommen eine „lang ersehnte“ Dublikaterkennung sowie ein überarbeitetes Plugin für Textverarbeitungsprogramme wie MS Word oder dem Open Office Writer.

Zotero zeigt sich damit zunehmend flexibler und zuverlässiger.

Matti Stöhr

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Bibliographix in neuer (kostenloser) Version verfügbar

Jürgen Plieninger hat die Softwareaktualisierung von  Bibliographix auf Version 9 mit neuem Geschäftsmodell (Nutzung ist als Freeware kostenlos, Support je nach Bedarf kostet einen bestimmten Betrag) im Netbib-Weblog unlängst thematisiert. Im Sinne eines allgemeinen Hinweises  – ist dem wenig hinzuzufügen, da im – ebenso verlinkten – Blog „Lehren und Lernen im 21. Jahhundert“ in gleich drei Beiträgen die Neuerungen vorgestellt werden. Ein eigener Test aus der Redaktion wird sicher folgen.

In jedem Fall besteht die Chance, dass Bibliographix nun verstärkt als Alternative für die „großen Player“ entdeckt werden kann, auch von Bibliotheken. Plieninger regt dies ebenso an. Bis dato ist mir lediglich die UB Konstanz bekannt, welche für Bibliographix einen umfangreicheren Support anbietet.

Matti Stöhr

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