Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Literaturverwaltung in der (Biblio-)Blogosphäre – heute: Hatori Kibble

Vor einigen Tagen hat Peter Mayr, Absolvent des MaLIS-Studiengangs an der FH Köln und offensichtlich polyvalenter Mitarbeiter am Hochschulbibliothekszentrum (hbz), mit einigen Wortwolken auf das fünfjährige Bestehen seines Weblogs “Hatori Kibble” zurückgeblickt. Mit dem Hinweis auf einen – im Rückblick ganz klar als einschlägig zu bezeichnenden – Journalartikel zur Typologisierung von (webbasierten) Literaturverwaltungsprogrammen, geschrieben von Thomas Stöber und Astrid Teichert, ging es am 19. Januar 2009 los. Das war richtungsweisend für das Konzept von Hatori Kibble, vor allem in den ersten beiden Jahren:

Zu Beginn war dieser Blog nämlich eher als Materialsammlung für ein Seminar zum Thema Literaturverwaltung gedacht.

Nicht nur seine Seminartätigkeit im Rahmen der Brainpool-Kurse der Österreichischen Nationalbibliothek mit den Schwerpunkten BibSonomy, Citavi und Zotero – es gab bzw. gibt stets ein sehr umfangreiches, frei verfügbares Skript zum Download – wurde hier bei “Literaturverwaltung” thematisiert. Unter den bis dato 21 Beiträgen in der Kategorie Literaturverwaltung, sind insbesondere seine hilfreichen Tipps zu Zotero bemerkenswert gewesen. Ja Vergangenheitsform – seit dem Seminarupdate vom Oktober 2012 ist zwar kein einziger Post zum Thema hinzugekommen, der Beitragsschwerpunkt hat sich ganz klar verschoben. Es lohnt sich aber, dann und wann  die “alten” Beiträge hervorzukramen – nicht zuletzt da Peter mit Hatori Kibble besonders in der jüngeren Vergangenheit vor der Gründung von “Literaturverwaltung & Bibliotheken” die Entwicklung von (Open Source-)Literaturverwaltungsoftware begleitet hat und damit quasi einer der Inspiarationsgeber für diese Plattform war. Chapeau und danke!

Matti Stöhr

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Literaturverwaltung kompakt 6/2013

1. Softwarenachrichten

Nun mit “Catalog Search” – Mendeley Desktop 1.9  veröffentlicht

Der jüngste Release von Mendeley setzt den Schwerpunkt auf das neue Feature “Catalog Search”, der stark nachgefragten Möglichkeit auch über das Desktop Tool im Dokumentenrepository (Research Catalog) von Mendeley zu suchen und u.a. Open Access-Artikel direkt in die eigene Library zu importieren. Das Feature wurde in der Bezeichnung “Literature Search” im Produktweblog am 8. Juli eingehend vorgestellt – inkl. einiger umgehenden kritischen Kommentare. Den Release Notes zur Version 1.9 sind ferner diverse Verbesserungen am PDF-Viewer, weitere vergleichsweise kleinere Optimierungen und wichtige Bugfixes zu entnehmen.  Die kurze Zeit später veröffentlichten Mendeley Desktop v1.9.1 und v1.9.2 enthalten ausschließlich weitere, ergänzende Fehlerkorrektoren. So sollen mit der v.1.9.2 beim Import einer Endnote XML Bibliothek die Dateianhänge nun korrekt mitberücksichtigt werden.

EndNote X7 für Mac / Update auf X7.01 für Windows

Nachdem die 17. Version von Endnote unlängst für Windows erschienen ist – vgl. dazu die Meldung im Post Literaturverwaltung kompakt 4/2013 – gibt sie es seit Ende Juli nun auch für die Apfel-Rechner. Genauere Informationen zu den Systemvoraussetzungen wie immer auf der EndNote-Website selbst oder beim Vertrieb Adept Scientific, welcher u.a. darüber informiert das nun ein Produkt-Key für beide Betriebssysteme gilt. Für den Einstieg in die Arbeit mit EndNote in Mac wurde vom Support beispielsweise ein einstündiges Trainingsvideo im dem Schwerpunkt auf Importszenarien zum veröffentlicht.

Citavi mit frischer Website inkl. aktualisiertem Materialienangebot

Nach dem Release von Citavi 4 wurde der Produktwebsite eine komplimentäre Frischzellenkur verpasst, die insbesondere bzgl. von Informationsmaterialien, Nutzungs- und Schulungshilfen interessant ist.  Neben den expliziten Webbereichen für Endnutzergruppen wie Studierende, Forschende und Unternehmen gibt es nun auch ein Bereich  “Citavi für Bibliotheken“. Dort finden sich etwa ein überarbeitetes Tutorial zur Einführung in das  wissenschaftliche Arbeiten mit Citavi 4 oder auch frische PowerPoint-Präsentationen (Langversion / Kurzversion) zur Nachnutzung in Schulungen.

Entwicklung von Docear Webtool zusammen mit Studenten der HTW Berlin fortgeschritten

Bereits am 12. Juli fand in Berlin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW)  eine Präsentation des seit März in einer Alpha- / Preview-Version nutzbaren Docear WebTools  zur perspektivisch kollaborativen Erstellung von Mindmaps statt, an dessen Entwicklung Studierende maßgeblich beteiligt waren. Ein Hinweis im Produktblog informiert über die Präsentation der Masterstudierende und bringt das Tool gleichzeitig, das derzeit vor allem Viewer-Funktionalitäten hat, wieder in Erinnerung.

Kurz vor Release – Paperpile

In naher Zukunft wird es mit Paperpile ein neues (kostenpflichtiges) Tool zur webbasierten Literaturverwaltung bzw. Management von Volltexten geben. Paperpile ist ein 2012 gegründetes österreichisches Startup-Projekt dreier Bioinformatiker,  das laut Eigenaussage als explizite Extension für Googles Browser Chrome schwerpunktmäßig  auf die Einbindung von Google-Applikationen – z.B. Google Docs für die Manuskripterstellung inkl. Zitieren – in Technik und Workflow setzt:

The goal of Paperpile is to radically simplify the workflow of collecting, managing and writing papers. At every step, Paperpile aims to provide a “just works” solution that eliminates any unnecessary complexity. As a result, Paperpile offers unique features like one-click PDF downloads, transparent syncing to cloud services, and tight integration with Chrome and Google Apps.

Derzeit noch im Private Beta-Status, soll Paperpile voraussichtlich noch in diesem Monat für akademische Nutzer zum Einstiegspreis von $29/Jahr erstmals allgemein nutzbar sein.

Citelighter Clipboard in Google Docs integriert

Wo Google Docs soeben Erwähnung fand und es bis dato in keinem Post berücksichtigt wurde: Auch Citelighter bietet mit Clipboard bereits seit Ende Mai ein – separat für einen Monatsbetrag von $3 zu abonnierendes und damit nicht zwangsläufig mit Citelighter Pro zusammenhängendes – Feature zur Publikationserstellung in Google Docs an. Im Blogpost zum Feature wird es mit Verweis auf ein Einführungsvideo kurz vorgestellt.

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Literaturverwaltung kompakt 1/2012

Das Thema Literaturverwaltung ist zweifelsohne im Netz stark präsent. In kurzen Abständen werden neue Funktionen und Optimierungen von Literaturverwaltungsprogrammen verkündet. Eine Vielzahl von Personen, welche  Citavi, Zotero, RefWorks etc. nutzen oder nutzen wollen, testen, vergleichen und diskutieren die Produkte. Es ist zu beobachten, dass Bibliotheken zunehmend differenzierte Services für Literaturverwaltung anbieten und diese auf ihren Websites prominent präsentieren. Außerdem wird über das Thema verstärkt reflektierend publiziert.  Über diese hier nur angerissenen und vielen weitere Aspekte kann man sich bereits seit dem Start von “Literaturverwaltung & Bibliotheken” mit der Netvibes-Aggregation “Literaturverwaltung im Fokus” auf dem Laufenden halten.

Neben dem  Spannungsfeld zwischen der Fluidität der dort zusammengetragenen Inhalte und der Unmöglichkeit zu jeder Neuigkeit einen eigenen, differenzierten Blogbeitrag zu verfassen, kommt der Umstand hinzu, dass an dieser Stelle bis dato leider in nur unregelmäßigen Abständen Beiträge erschienen sind. Daher sei als neues Informationsangebot die Posting-Serie “Literaturverwaltung kompakt” aus der Taufe gehoben.  Es  ist anivisiert in regelmäßigem Turnus auf die spannendsten und wichtigsten Neuigkeiten aus der Literaturverwaltungswelt annotiert hinzuweisen, die insbesondere – aber nicht nur -über eben jene Netvibes-Aggregation sichtbar werden; also eine redaktionelle Auswahl und Aufbereitung der automatisch zusammengestellten Nachrichten. (Wenn man so will, ist es eine Adaption der Lesewolke und hat natürlich Anleihen von konventionellen Newslettern).  Wir starten mit folgenden – jedoch nicht  strikt festgelegten – Kategorien:

  • Softwarenachrichten – Auswahl von neuen Entwicklungen bei einschlägigen Programmen und ihren Anbietern
  • Communitynachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Nutzergemeinschaft, die sich mit Literaturverwaltungssoftware beschäftigt
  • Servicenachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Welt bibliothekarischer Dienstleistungen für Literaturverwaltung
  • Literaturtipp – Hinweise auf neue Publikationen rund um Literaturverwaltung
  • Vorschau – wichtige Termine und mehr

Auf geht’s!

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Literaturverwaltung und Linux

Tux, the Linux penguin

Tux via Wikipedia

Bisher ist in diesem Blog die Arbeit mit Literaturverwaltungsprogrammen auf dem Betriebssystem Linux leider und unendschuldbar deutlich zu kurz gekommen. Es ist ein leichtes dies zu ändern, wenn aus der Blogosphäre eine solche schöne Steilvorlage kommt wie die vom Freiburger Historiker (?) und KDE-Enthusiasten Gerrit Kruse.  Mit seinem frisch aufgesetzten Weblog WissTux – Wissenschaftliches Arbeiten auf dem Linux Desktop  stellt er nach eigener Aussage “Programme speziell für den Einsatz von Linux im geisteswissenschaftlichen Bereich” vor und analysiert diese kritisch.  So nehmen in Kruses ersten Einträgen linuxkompatible bzw. plattformunabhängige Literaturverwaltungsprogramme, welchen er eine eigene Kategorie widmet, einen großen Raum ein. Sein erstes Fazit bei der überblicksartigen Vorstellung diverser Alternativen zu Citavi & Co. fällt jedoch ernüchternd aus:

Insgesamt gehört Literaturverwaltung noch nicht zu den Feldern, auf denen man guten Gewissens Linux empfehlen kann. Die Programme sind teilweise recht stabil und in Ordnung was den Funktionsumfang betrifft aber leider zeichnen sie sich nicht gerade durch Kontinuität aus. Wenn die Programme zwei Mal im Jahr eine neue Version rausbringen ist das schon positiv. Wie viele Beispiele belegen verschwinden sie auch schnell wieder im Nirvana. Wenn man umständlich Daten in das Programm eingepflegt hat ist das natürlich ein Desaster.  [...]

In den kurz darauf folgenden kursorischen Einzelporträts ausgewählter Applikationen – z.Zt. sind es KBibTeX, (Daniel Lüdeckes) Zettelkasten, Zotero und JabRef – ist die Beurteilung deutlich differenzierter. Die Präferenz liegt dabei eindeutig bei Zotero, das jedoch bekanntlich keine Linux-Wurzeln hat…

Kurzum: Gerrit Kruse schließt mit seinem Weblog (alles Gute!) eine schmerzliche  Lücke in der Literaturverwaltungsanalyse, ist für die Lektüre wärmstens empfohlen sowie gleichzeitig Ansporn, sich der Linuxwelt zum Lieblingsthema auch hier stärker zu widmen..

Matti Stöhr

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