Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Literaturverwaltung kompakt 3/2012

1. Softwarenachrichten

Bibliogo – Citation Search und mehr

In frisch publizierten Release Notes stellen die Entwickler von Bibliogo die neuesten Funktionen vor. Neben einer übergreifenden Zitationssuche sind das: Smart Bibliographies, die sich faktisch von selbst – auf RSS-Basis -mit neuen Literaturreferenzen füllen; damit verwandt eine „Auto Populate“-Funktion auf Grundlage von Tags; ein Bibliography Configurator zur Administrierung der Literatursammlungen; sowie eine neue Filteroption. (Es wird wohl Zeit dem Programm mal tiefer auf den Zahn zu fühlen, um insbesondere zu ergründen ob die interessanten Automatismen etwas taugen…)

Bibsoup – Übernahme von bibliographischen Referenzen aus der Wikipedia

Bis dato ein Novum auf dem Literaturverwaltungsmarkt: Mit Bibsoup ist es möglich Literaturnachweise auf Basis von Recherchen in der Wikipedia zu übernehmen.  Im Blog „Open bibliography and Open Bibliographic Data wird erklärt, wie das geht.

Bibsonomy –  Citavi-Integration vorgestellt

Zwischen Bibsonomy und Citavi können nun bibliographische Daten direkt ausgetauscht werden – unter anderem über einen Export-Filter für Bibsonomy in Citavi. Zwei kleine Videos, welche kürzlich im Bibsonomy-Blog gepostet wurden, geben einen Einblick in die Kommunikation zwischen beiden Programmen.

Citavi – Zweite Preview zur Version 4 erhältlich

Mit dem Picker für Googles Chrome und neuen Funktionen für das Word Add-In kann man nun weitere Neuerungen austesten, welche die kommende Citavi-Version bereithalten wird – zur Kurzverstellung und Download der Preview.

2. Communitynachrichten

Mendeley behind the scenes

Im edtechdigest-Interview offenbart Mendeley-Mitbegründer Viktor Henning unter anderem Details der Entstehungsgeschichte des „LastFM for scientists“.

Zotero sinnvoll mit anderen Programmen eingesetzt

Alex Hope stellt im Weblog der renommierten London School of Economics and Political Sccience seinen persönlichen, toolbasierten Workflow wissenschaftlichen Arbeitens vor.  In dem Artikel steht Zotero im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von nützlichen Webdiensten und Applikationen – von Google Reader für den RSS-Alert neuer Journalartikel bis hin zu Scrivener für die Manuskripterstellung.

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Wie lassen sich Dokumentation und Support von Literaturverwaltungs-Systemen vergleichen?

Wie vergleichen sich Literaturverwaltungen heute in puncto Dokumentation und Support? Im folgenden Beitrag will ich skizzieren, wie man das beurteilen und vergleichen kann. Abschließend nenne einige aktuelle Beobachtungen von mir in diesem Bereich. Achtung, unfertig: Dies ist eine Skizze, die zuende gemalt werden will aufgegriffen oder weiterbearbeitet werden kann! (Nerd-Variante, dies zu tun: Fork me on Github.)

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TUHH Bibliotheksblog über Literaturverwaltungsprogramme

Neulich widmete sich Beate Rajski im TUHH Bibliotheksblog dem Thema „Literaturverwaltungsprogramme im Überblick„. In diesem Blogpost werden die Systeme Citavi, Zotero und Mendeley empfohlen, sowie die Konsultation des (aktuellen und schön übersichtlichen,) ebenfalls „Literaturverwaltungsprogramme im Überblick“ betitelten PDFs der SLUB Dresden. Schade: Weder in Harburg noch in Dresden scheint man meine persönlichen Favoriten BibSonomy und JabRef für erwähnenswert zu halten. JabRef wird immerhin auf einer anderen Webseite der TUB HH erwähnt (sowie von Bernhard Tempel in einem Kommentar zu besagtem Blogpost), einschließlich des JabRef-GVK-Plugins. Dieses Plugin kannte ich auch noch nicht und ich habe es bislang nicht ausprobiert, glaube zudem, dass die Schnittmenge aus GVK- und JabRef-Nutzerinnen und -Nutzern eine äußerst kleine sein dürfte, begrüße aber grundsätzlich Entwicklungsbemühungen, die eine verbesserte Interoperabilität von Literaturverwaltungssystemen und OPACs zum Ziel haben.

Martin de la Iglesia

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Softwarevergleichsartikel in ISTL

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Issues in Science and Technology Librarianship enthält einen kurzen Artikel mit dem Titel „Reference Management Software: a Comparative Analysis of Four Products“ (via @thapke). Ron Gilmour und Laura Cobus-Kuo von der Ithaca College Library beginnen den Text mit den gewagten Aussagen: „Reference management is one of the most complicated aspects of being a researcher. The tedium of formatting references based on a variety of citation styles has made the reference manager (RM) an essential tool for scholars at all levels.“ Nun gut, das sei mal dahingestellt, denn im Grunde handelt es sich bei dem Artikel einfach nur um einen Vergleich der (anscheinend recht willkürlich ausgewählten) Systeme CiteULike, RefWorks, Zotero und Mendeley.

Genauer gesagt haben Gilmour und Cobus-Kuo den Import von bibliographischen Daten aus verschiedenen Retrievalsystemen und deren Ausgabe in verschiedenen Zitierstilen getestet. Enttäuschend ist dabei der geringe Umfang der Stichprobe (jeweils 2 Datensätze aus 7 Datenbanken, also gerade einmal 14 Datensätze) sowie die Tatsache, daß die Daten nach der Übernahme aus den Datenbanken nicht bereinigt worden sind (d.h. Zitierfehler können bereits auf fehlerhaftem Import beruhen).

Interessant hingegen ist der Versuch, die Zitierqualität zu quantifizieren: Der Autor und die Autorin schlagen die Kennzahlen „total errors (E)“, „errors per citation (E/N)“ und „number of error-free citations (P)“ vor (wobei für die abschließende Bewertung der Systeme doch wieder „an admittedly subjective rating“ in einer 5-Punkte-Skala verwendet wird – Sieger ist hier übrigens Mendeley). Und es ist natürlich allgemein immer begrüßenswert, wenn über Literaturverwaltungssysteme in einer bibliothekarischen Fachzeitschrift geschrieben wird.

Martin de la Iglesia

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„Literaturverwaltung statt Zettelwirtschaft“ auf wissen.de

Soeben ist der vierte Teil der wissen.de-Reihe „Recherchieren wie die Profis“ meiner ZBW-Kollegin Nicole Krüger erschienen, der den schönen Titel „Literaturverwaltung statt Zettelwirtschaft – Ich hatte da doch mal einen Aufsatz!“ trägt. Ich finde die Idee ganz pfiffig, ein allgemeines Portal wie wissen.de zu nutzen, um über dieses Thema zu informieren. Allzu oft sind Informationen über Literaturverwaltung gut versteckt auf Bibliothekswebseiten untergebracht, wo man sie kaum findet. Die Kehrseite vom wissen.de-Ansatz ist natürlich, dass man sich auf diese Weise an ein allgemeines Publikum richtet. Folglich müssen solche Texte möglichst allgemein gehalten sein und dürfen keine vertiefte Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten voraussetzen. Zur Einführung in die Welt der Literaturverwaltung taugen derartige Vorstöße jedoch allemal, so dass weitere bibliothekarische Aktivitäten in dieser Richtung begrüßenswert wären.

Martin de la Iglesia

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