Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Breit und intensiv diskutiert – das Thema Literaturverwaltung beim BibCamp 6 in Nürnberg [Teil 2]

Seit dem ersten Teil der literaturverwaltungsbezogenen Unkonferenz-Nachlese zum BibCamp 6 in Nürnberg ist bereits über eine Woche vergangen. Höchste Zeit also, den Faden aufzunehmen und den abschließenden Teil zu präsentieren. Ehe es zum Rückblick auf den zweiten Veranstaltungstag kommt, sei vor allem der inzwischen zur Session “Citavi-Schulungen” erschienene, ausführliche Bericht von Sandrad Dahlhoff (UB Lüneburg) in ihrem persönlichen Weblog „Blick Bibliothek“ hervorgehoben. Dieser geht deutlich über die im BibCamp-Wiki befindliche Sessiondokumentation hinaus. Danke dafür! Am Samstag wurde das Thema (bibliothekarische Dienstleistungen für) Literaturverwaltung sowohl  allgemeiner bzw. breiter als auch spezifischer akzentuiert.  Und zwar so:

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LaTeX contra BibTeX?

Die Ankündigung, dass das Rechenzentrum einer Universität eine LaTeX-Dokumentvorlage für Abschlussarbeiten erstellt hat und diese den Studierenden vorstellen möchte, scheint zunächst einmal nichts mit Literaturverwaltung und Bibliotheken zu tun zu haben. Schließlich sind Services rund um Textsatzprogramme nun wirklich nicht Aufgabe der Bibliotheken. Oder etwa doch?

Gerade LaTeX sollte dann zum Thema für Bibliotheken werden, wenn man sich mit bibliothekarischen Dienstleistungen rund um BibTeX-basierte Literaturverwaltung beschäftigt. Zwar lässt sich BibTeX auch ohne LaTeX als Speicherformat für bibliographische Metadaten verwenden, doch wird es oft mit dem Ziel der Einbindung in LaTeX-Dokumente gewählt. Das mindeste, was man als Literaturverwaltungsexperte oder -expertin wissen sollte, ist, wie man aus den verschiedenen Literaturverwaltungssystemen heraus korrekten, für die LaTeX-Verwendung geeigneten BibTeX-Code erzeugen kann. (Was manchmal trickreich sein kann, z.B. wenn in einem gewissen System keine BibTeX-Keys automatisch vergeben werden…)

Darüber hinaus wird es schwierig, den Zuständigkeitsbereich der Bibliotheken abzugrenzen: Sollte man in Schulungen zum Thema Literaturverwaltung (bzw. speziell zu BibTeX) zeigen, wie BibTeX-Daten in LaTeX-Dokumenten eingebettet werden? Wie der \bibliography-Befehl funktioniert? Wie diese Funktionalität in verschiedenen GUI-Anwendungen implementiert ist? Welche Möglichkeiten es gibt, BibTeX-Styles zu bearbeiten und zu erstellen?

In meinen eigenen (wenigen) BibTeX-Schulungen hatte ich den Eindruck, dass es um die LaTeX-Vorkenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer höchst unterschiedlich bestellt war, so dass einigen mit einer allgemeinen LaTeX-Einführung vielleicht besser gedient gewesen wäre, während für andere die grundlegenden BibTeX-Funktionalitäten ein alter Hut und nur die konkreten BibTeX-basierten Literaturverwaltungsprogramme interessant waren. Ich selbst habe also keine rechte Lösung für die optimale Vermittlung von BibTeX-Literaturverwaltungskenntnissen gefunden, würde mich aber freuen, in den Kommentaren zu erfahren, wie das anderswo gehandhabt wird.

Martin de la Iglesia

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