Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Breit und intensiv diskutiert – das Thema Literaturverwaltung beim BibCamp 6 in Nürnberg [Teil 2]

Seit dem ersten Teil der literaturverwaltungsbezogenen Unkonferenz-Nachlese zum BibCamp 6 in Nürnberg ist bereits über eine Woche vergangen. Höchste Zeit also, den Faden aufzunehmen und den abschließenden Teil zu präsentieren. Ehe es zum Rückblick auf den zweiten Veranstaltungstag kommt, sei vor allem der inzwischen zur Session “Citavi-Schulungen” erschienene, ausführliche Bericht von Sandrad Dahlhoff (UB Lüneburg) in ihrem persönlichen Weblog „Blick Bibliothek“ hervorgehoben. Dieser geht deutlich über die im BibCamp-Wiki befindliche Sessiondokumentation hinaus. Danke dafür! Am Samstag wurde das Thema (bibliothekarische Dienstleistungen für) Literaturverwaltung sowohl  allgemeiner bzw. breiter als auch spezifischer akzentuiert.  Und zwar so:

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Literaturverwaltung kompakt 1/2013

1. Softwarenachrichten

BibSonomy noch flexibler einsetzbar – Plugins und mehr

Das Kasseler Social-Reference Management-Tool BibSonomy wartet in letzter Zeit faktisch wöchentlich mit neuen Featueres und Verbesserungen auf. Noch vor Jahreswechsel wurde beispielsweise ein Plugin für Firefox sowie eine Plugin zur Einbindung von Publikationslisten  in WordPress-Weblogs vorgestellt. Zudem wurde ein neuer Produktrelease mit einigen Modifikationen zum Anlass genommen, eine  spezielle Google+-Community für BibSonomy zum Nutzeraustausch zu gründen. Im Zusammenhang mit der Nachricht des Abschaltens von Connotea (vgl. hierzu den bereits erschienen separaten Blogpost) positioniert sich BibSonomy aktuell mit einer Anleitung zur Migration von Bookmarks.

Citavi spricht nun italienisch – Version 3.4 erschienen

Seit  dem 24. Januar ist Citavi in der Version 3,4  als kostenloser Download verfügbar und stellt somit eine weitere Etappe zur unlängst als Preview testbaren Versin 4 dar. Im Biblioblog der Hochschule Hannover hat Ann-Kathrin Christiann die wichtigsten Neuerungen unmittelbar nach Erscheinen des Updates – u.a. mit dem Hinweis auf die neue itialienische Benutzeroberfläche – pointiert zusammengefasst:

Die wichtigste Änderung betrifft sicherlich den Picker. Dieser steht nun auch für Acrobat XI bzw. Adobe Reader XI zur Verfügung und funktioniert mit Firefox Version 18 oder höher. Auch bei der Übernahme von Dokumenten mit dem Picker wurden einige Details verbessert; so werden automatisch bedingte Trennstriche aus Text, der aus dem Internet übernommen wird, nun selbstständig von ihm entfernt und die Unterschiede beim Einfügen wörtlicher Zitate zwischen Picker und Zitier-Funktion (Picker: mit Anführungszeichen, per Zitierfunktion ohne) wurden beglichen. Auch wird beim Einfügen von Zitaten in Word die Absatzformatierung von Word übernommen, so dass weniger Korrekturen an der Formatierung von Zitaten nötig werden. Bei der Konvertierung von HTML-Seiten zu PDF traten in den vorherigen Versionen verschiedene Fehler und Probleme auf (z.B. fehlerhafte Darstellung von Bildern), diese werden mit dem Update behoben. Wie schon im Update auf die Version 3.3 wurde die Zusammenarbeit mit dem LaTeX-Editor LyX noch weiter verbessert.

In den offiziellen Release-Notes werden die Veränderungen detailliert vorgestellt.

Citelighter nun mit Volltextmanagement

Eines der neueren webbasierten Literaturverwaltungstools auf dem Markt – Citelighter – hat Ambitionen im Organisieren von Volltexten eine ernsthafte Alternative zu Mendeley & Co. zu werden. Mitte Januar wurde im Produktweblog die Einführung der „PDF Capture & Storage Function“ vorgestellt. Citelighter wird damit nach eigenen Angaben so zu einem „Fully Functional Research Repository“. Der Service ist allerdings nur zahlenden Nutzern der Pro-Version vorbehalten.

Colwiz für Volltexte und mobil benutzbar

Noch vor Citelighter, kurz vor Weihnachten 2012, wurde mit „Drive“ bei colwiz – der kostenfreien Oxforder Applikation für Online-Literaturverwaltung – geschaffen.  Das Angebot umfasst die Möglichkeit bei einer 256-bit AESVerschlüsselung Dateien (u.a. auch Forschungsdaten) in Nutzung von Versionierungsfunktionen zu speichern und in verschiedenen Szenarien, wie etwa durch Anlegen von gemeinsamen Ordnern zwischen Einzelnutzern und Projektteams, zu teilen. Wie colwiz Drive – man hat zunächst 2GB freien Speicherplatz zur Verfügung, 3GB wenn man sein Nutzerprofil vollständig ausfüllt –  genau funktioniert, wird auf den entsprechenden Seiten im Nutzerportal beschrieben.

Mittlerweile wurden auch Apps zur Nutzung von colwiz auf Smartphones und Tablets wie etwa auf  iPhone und iPad als nahezu gleichwertige Ergänzung  zum originären Webtool veröffentlicht. So heißt es in der Vorstellung der Android-App:

colwiz Android app is packed with features which allow you to research on the go. You can easily access research articles with Full Text PDF and search 30+ scholarly databases, including Google Scholar, PubMed, and ArXiv, straight from your mobile device. You can retrieve the articles, add them to your library, or download them to your device to read offline. Your research will be synced throughout and available on all of the devices on which you use colwiz.

JabRef in kontinuierlicher Verbesserung

Auch JabRef, das seit Ende 2003 existierende und auf BibTeX basierende plattformunabhängige Literaturverwaltungswerkzeug, erfährt in den letzten Monaten eine verstärkte Entwicklungsaktivität. Inzwischen existiert das insbesondere mit LaTeX gut verwendbare Tool in der Version 2.9.2. In der Revision History ist erkennbar, dass sich die zentralen Featureerweiterungen in den Beta-Versionen vom 18. November und 15. Dezember 2012 zu finden sind – u.a. den „ISBN to BibTeX“ fetcher. Die stabilen Releases beinhalten vor allem die Fehlerkorrektur.

Litlink 4,5 mit verbesserten Importoptionen und Kollaborationsfunktionen online

Bereits Mitte Dezember 2012 wurde die lang angekündigte Veröffentlichung von Litlink 4.5 vermeldet:

Die neue Version bringt vor allem einen drastisch verbesserten Datenimport aus Endnote und die Möglichkeit, Daten direkt aus einem Zotero-Account nach Litlink zu übernehmen.
Auf dem Web können User nun Projekte freigeben und ihre Daten mit anderen teilen.
Eine ausführliche Auflistung der neuen Möglichkeiten finden Sie unter http://www.litlink.ch/support/readme/.

Besonders bemerkenswert bzw.  Alleinstellungsmerkmale  sind außerdem:

  • die Integration der Möglichkeit in Rückgriff auf die „Virtual International Authority File“ (www.viaf.org) einen eindeutigen Identifier für Personen und Institutionen zu hinterlegen.
  • die Verknüpfung von Bildern mit Geodaten in Form von GPS-Koordinaten aus Google Maps
  • die Ausweitung der Funktion „Aufgerufene Orte in Google Earth anzeigen“ auf Ereignisse sowie für Elemene aller Art, wie etwa  Titel, Archivalien etc.

Mendeley für Windows 8 optimiert

Der vergleichsweise kleine Update-Release von Mendeley Desktop v1.8 beinhalten neben einigen Bugfixes (insbesondere in Zusammeenarbeit mit MS Word) vor allem eine adäquate Anpassung auf das neue Betriebssystem von Microsoft – Windows 8. Außerdem wurde mit der Verbesserung des sogenannten „onboarding wizard“ versucht,neuen Nutzern von Mendeley den Einstieg in die Nutzung noch einfacher zu gestalten, wie im Blogpost zum Versionsrelease dargestellt wird.

Updates bei ReadCube inkl. Bookmarklet

Zu guter Letzt sei in der Rubrik der Softwarenachrichten vermeldet, dass auch ReadCube unlängst ein zentrales Update gefahren und mit einigen neuen Funktionen zu Konkurrenten aufgeschlossen hat. So werden nun nun unter anderem ein spezielles ReadCube-Bookmarklet und ein schneller Zitatexport („simple citation export“) angeboten. ReadCube machte außerdem unlängst dadurch von sich Reden, dass in Kooperation mit der Nature Publishing Group ein Dienst namens ReadCube Access zum  Kauf  oder wahlweise Leihe von Zeitschriftenartikeln angeboten wird.

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Literaturverwaltung kompakt 9/2012

1. Softwarenachrichten

Mendeley veröffentlicht Desktopversion 1.7  u.a. mit Zitierstileditor

Mit der neuesten Version von Mendeley ist es nun unter anderem möglich mittels eines visuellen (WYSIWYG) CSL-Editoren Zitierstile zu bearbeiten (vgl. die Release Notes). Im Produktweblog wird das Feature von William Gunn genauer vorgestellt. Hervorzuheben ist hierbei, dass an der Entwicklung eine Bibliothek, nämlich die Columbia University Libraries, beteiligt war. Weitere Informationen erhält man außerdem im „CSL Editor Development Blog„.

Einführung des Zotero Bookmarklets

In Ergänzung zum bekannten Firefox-Plugin und den sogenannten Connectors, welche Zotero für die Browser Google Chrome und Safari nutzbar macht, gibt es nun auch das Zotero Bookmarklet. Dieses ermöglicht die Speicherung von Websites und Literaturinformationen in den Zotero-Sammlungen bei Nutzung nahezu aller Browser inkl. auf mobilen Endgeräten. Mark Sample hat das Tool bei ProfHacker insbesondere mit Blick auf iPad / iPhone beleuchtet und schreibt:

[…] it allows you to save a source to your Zotero library, as long as the Zotero web service recognizes that source. In other words, the Zotero Bookmarklet works well with common research databases, electronic journals, and new sources, while it’s not likely to recognize regular blogs and random websites.

Papers2 – Version 2.4 veröffentlicht

Nicht lange nach der Übernahme von Mekentosj bzw. Papers durch Springer Science+Business Media bringt die Entwicklungsabteilung mit der Version 2.4 für Mac einige Neuerungen auf den Markt (vgl. die Release Notes):

This update introduces a brand new share menu, allowing you to tweet your favorite articles or post them on Facebook. It also brings a completely renewed Papers archive export function, and a slew of other improvements and fixes.

Qiqqas v51 veröffentlicht

Unlängst wurde auch für Qiqqa eine neue Version, die 51., veröffentlicht. Kernstück des im Produktblog kurz vorgstellten Releases ist der OCR Support für mehrere (europäische Sprachen), darunter auch deutsch.

„Publish anything“ auf ResearchGate

ResearchGate informiert unter dem Motto „publish anything“ über neue Möglichkeiten Forschungsoutput unterschiedlichster Art (u.a. begutachtete / nicht begutachtete Werke, Forschungsdaten, Negativergebnisse) in das Netzwerk einzuspeisen. Somit geht das Berliner Unternehmen in der Integration und Verwaltung (sowie Sichtbarmachung) derartiger Publikationsformen derzeit weiter als genuine Literaturverwaltungsprogramme.

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Literaturverwaltung kompakt 8/2012

1. Softwarenachrichten

Mendeley veröffentlicht Global Research Report

Mendeley ist bekanntlich bei weitem nicht nur ein im Web wie auf dem Desktop nutzbares Literaturverwaltungssystem, sondern und vor allem ein wissenschaftliches Soziales Netzwerk und zwar ein recht erfolgreiches und viel genutztes. Das Erklimmen der Marke von 2 Millionen Nutzern wurde nun zum Anlass genommen einen „Global Research Report“ zu veröffentlichen, der vor allem zeigt, was Mendeley selbst  inzwischen aus eigenen Nutzungsstatistiken ableitet bzw. ableiten kann.  (Jürgen Plieninger – herzlich willkommen im Redaktionsteam! – wies bereits in einem separaten Post darauf hin.) Unter anderem werden direkt auf der Facebook-Seite von Mendeley einige Ergebnisse des Reports herausgegriffen, z.B. der Einfluss von Open Access, und in den Kommentaren diskutiert.

Qiqqa feiert Jubiläumsrelease

Qiqqa, eines der jüngeren Literaturverwaltungstools (siehe auch diese Kurzvorstellung), hat vor wenigen Wochen die Version v50 – die Zählung macht’s –  im Produktblog mit einigen interessanten neuen Features vorgestellt. Darunter finden sich sammlungsübergreifende Recherchemöglichkeiten, einen sogenannten BibTeX-Sniffer sowie Literaturempfehlungsmodi in Verknüpfung mit der Nutzung bzw. dem Aufbau von Mindmaps. Darüber hinaus wurde eine multilinguale OCR-Integration für die kommende Version angekündigt.

Bookends ist mobil

Der Dienst MacUpdate machte kürzlich auf  Sonny Softwares Bookends und deren neuen Version 11.3.3 aufmerksam. Bookends ist kompatibel mit den üblichen mobilen Endgeräten von Apple und ist möglicherweise eine interessante Alternative zu bekannteren (Mac-) Literaturverwaltungsprogrammen, vor allem da über die üblichen Verdächtigen (MS Word, Open Office Writer) hinaus, eine ganze Reihe von Textverarbeitungsapplikationen unterstützt werden.

Papers gehört nun zu Springer

Auf der Startseite von Papers ist es prominent vermerkt und am 5. November u.a. im Mekentosj Newsroom verkündet worden:

Papers is now officially part of Springer Science+Business media!

Man zeigt sich enthusiastisch und versichert:

The Mekentosj team will remain in charge of Papers, and continue to develop Papers for each of the platforms we currently support: Mac, PC, and iOS. We will continue to bring you updates, new features, and support. All with the same dedication and excitement you are used to getting from us.

Ob es Konsequenzen im Geschäftsmodell, insbesondere beim Preis, und den Nutzungsbedingungen geben wird, ist offensichtlich nicht intendiert oder abzusehen. (Vgl. die FAQ-Seite zum Sachverhalt). Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Wie geht es weiter mit Scholarz.net?

Scholarz.net ist nach eigener Aussage

the first integrated online software for scientific work. It enables single users or groups to gather ideas and organize and structure their knowledge. It offers reference management, collaboration, social knowledge and a research network. scholarz.net was developed during the interdisciplinary research project „Scientific Work in the Web 2.0“ at the University of Wuerzburg.

Im jüngsten Blogbeitrag von Anfang Oktober sorgt man sich jedoch um die Zukunft der Plattform und sucht nach Kooperationspartnern, man offeriert gar eine Nachfolge. Im Frühjahr 2011 hatte es einen umfangreichen Relaunch gegeben.

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Citavi, EndNote und Mendeley unter der Lupe – Kompatibilität von Literaturverwaltungsprogrammen geprüft

Im aktuellen Heft von B.I.T-Online ist jüngst ein Artikel erschienen, der sich schwerpunktmäßig mit dem Datenverlust bei der Übertragung bibliographischer Daten zwischen Literaturverwaltungsprogrammen beschäftigt:

Bravo Roger, F., & Völker, N. (2012). Gemeinsame Datenbank statt Ordner-Chaos : Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Literaturverwaltungssoftware in der Verbundforschung. B.I.T.online, 15(5), 461–464. URL: http://www.b-i-t-online.de/heft/2012-05/nachrichtenbeitrag-roger.pdf

Der Volltext ist (leider) nur AbonnentInnen zugänglich, so dass das Heft bzw. der Artikel selbst zur vollständigen Lektüre noch in der Bibliothek auf mich wartet. Das offensichtlich ganz frisch gelaunchte Weblog http://bibliotheksding.wordpress.com (die Urheberin oder der Urheber bedient sich einem Pseudonym, es schreibt „picus“) hat jedoch in einem Post vom 25. Oktober das im Journalartikel verwendete Schaubild eines Import-Export-Vergleichs zwischen Citavi, EndNote und Mendeley veröffentlicht und paraphrasiert (?) das Fazit des Praxistests:

Der Praxistest zeigte, dass sowohl Citavi als auch EndNote und Mendeley die Anforderungen an ein kollaborativ nutzbares Literaturverwaltungsprogramm grundsätzlich erfüllen. In regional verteilten Forschergruppen kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass alle Beteiligten ihre Literatur mit ein und derselben Software verwalten. Deshalb stellte sich die Frage nach der Kompatibilität verschiedener Literaturverwaltungsprogramme untereinander. Allerdings musste erkannt werden, dass sich Literaturdateien, die mit verschiedenen Programmen erstellt wurden, zwar über die Ex- und Import-Funktionen der Programme grundsätzlich zusammenführen lassen.
Informationsverluste lassen sich dabei jedoch nicht vermeiden. Die getesteten Programme sind also nicht
vollständig untereinander kompatibel.

Dass die Kompatibilität der jew. Programme von der Qualität der Datenausgabe und Verarbeitung von Austauschformaten sowie vom Funktionieren eingebauter Synchronisationsmechanismen abhängen, ist natürlich nicht neu. Es lohnt sich, dies wiederholt zu prüfen. Da ist der Beitrag definitiv lobenswert. Auf dem ersten Blick sind aus meiner Sicht jedoch sowohl Programmauswahl (ausschließliche Beschränkung auf proprietäre Software) , der Test und die gezogenen Schlüsse diskutabel. Beispielsweise erscheint mir ein Ex- und Import von Mendeley zu Mendeley via E-Mail sehr unsinnig, vor allem wenn parallel dazu ein BibTeX-Austausch („Brückenformat“) offenbar als keine richtige Ex- und Importfunktion verstanden wird. (Gilt nur direkte Datensynchronisation?)

Matti Stöhr

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Literaturverwaltung kompakt 7/2012

1. Softwarenachrichten

Nun auch französisch sprechend – Citavi 3.3 released

Im neuesten Citavi-Newsletter 3/2012 wird die frische Version 3.3 vorgestellt. Die wohl auffälligste Neuerung ist die Einführung einer französischen Benutzeroberfläche. Zudem gibt es viele kleine, nützliche Verbesserungen und Fehlerkorrekturen  – sowohl bei der Dateneingabe, -bearbeitung und -ausgabe.  Citavi kann beispielsweise nun direkt mit LyX kommunizieren.

Zur detaillierten Übersicht der Verbesserungen in Citavi 3.3

Fresher – colwiz rundumerneuert

Im Rahmen der traditionellen Oxforder Fresher’s Fair, den Erstsemesterveranstaltungen der renommierten Universität, wurde  am 3. Oktober die neue Version von colwiz veröffentlicht. Im colwiz-Blog sind daher die wichtigsten funktionalen Anpassungen beschrieben:

  • An all new interface where you can see research activity from your colleagues, groups, projects, calendar, tasks and publications in one place;
  • A unified search box to search across publications, groups, projects and colleagues;
  • The ability to attach files in discussions with colleagues, and with project and group members;
  • A completely revamped Tasks application to keep track of your own to-do list, as well as to manage collaborative tasks across groups and projects. You can now also create subtasks and attach files;
  • A more intuitive and versatile publication library with improved citation manager integration for MS Word (Windows, Mac), Open Office and Libre Office;
  • Various improvements to the PDF Reader, Calendar and online Research Profile.

„Organize your facts“ – Citelighter

Eine relativ neue, bisher an dieser Stelle noch unerwähnte Literatur- und Zitatverwaltungwebsapplikation ist Citelighter. Im Herbst 2011 an den Start gegangen, reiht sich die Startup-Plattform mit Freemium-Geschäftsmodell in die Tradition von Mendeley ein. Es gibt sogar ein ähnliche Konzeptmetapher analog zu Mendeleys „Last.fm for scientists. Citelighter –  „Evernote for Education“ ist bei TechCrunch in einem ausführlichen Softwareporträt anlässlich der Zusammenarbeit mit Cengage Learning zur Realisierung der neuen  Pro Version (ab zehn Dollar im Monat) zu lesen.

„Your research simplified“ – ReadCube

In etwa zur gleichen Zeit wie Cightlighter wurde im vergangenen Jahr  ReadCube aus der Taufe gehoben. Laut eigenen Angaben wollen die Hersteller die “premier online resource for finding and working with academic information” werden und stehen damit in direkter Konkurrenz zu Plattformen wie Mendeley – und eben Citelighter. Ein sehr reflektierter Beitrag mit vielen Hintergrundifos  zu ReadCube, das uns jetzt erst richtig auffiel, ist im Juli 2012 im BMJ Development Blog erschienen. Darin findet sich u.a. auch der Hinweis auf zwei frühe Produkt-Reviewperspektiven im „Goobbledygook“-Weblog von Martin Fenner.

Bei der Vielzahl der  jüngst  neu auf den Markt kommenden Literaturverwaltungsangeboten scheint es wohl an der Zeit zu sein, die neuen „Player“ Cightlighter, colwiz, Docear,  Qiqqa und Readcube in einem speziellen  Softwarevergleich gegenüberzustellen – mit Mendeley, dem Pionier der kombinierten Systeme (Desktop- plus Webvariante) als Bezugsreferenz…  Wer macht’s? 😉

Paper Machines – eine neue  Visualisierungsextension für Zotero

Mit Paper Machines wurde eine Zotero-Erweiterung geschaffen, welche es ermöglicht die in dem Programm verwalteten bibliographischen Daten, auf verschiedene Art und Weise zu analysieren und graphisch aufzubereiten.  Bei Schmalentstroer.net gibt es bereits eine kleine Vorstellung und auch im Weblog der Robert W. Woodruff Library wird in einem (Teil-)Beitrag gezeigt, was man alles mit dem AddOn anstellen kann.

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Literaturverwaltung kompakt 5/2012

1. Softwarenachrichten

Neues Premium-Angebot – Mendeley für Teams

Mendeley bietet mit „Team Plans“ seit kurzem eine neue kostenpflichtige Premium-Nutzungsvariante an. Diese richtet sich an Arbeits- bzw. Forschungsgruppen, welche viele Volltextdokumente in den unterschiedlichsten Literaturlisten bzw. Arbeitskontexten kollaborativ einpflegen und nutzen wollen. Die Kosten sind flexibel abhängig von der Teamgröße und beginnen mit 49 Euro pro Monat bei fünf Teammitgliedern (Base plan). Neben der Möglichkeit unbegrenzt viele private Gruppen anzulegen wird auch unbegrenzter Webspace für Dokumente offeriert. Hinzu kommt bevorzugter Support.

Neue Version von Sente kurz vor der Veröffentlichung

Es dauert wohl nicht mehr lange und die Version 6.6 des Mac-Literaturverwaltungsprogramms Sente sowie die dazugehörige iPad-Variante werden erscheinen. In einer Ankündigung im Sente-Weblog gibt es bereits einiges zu den entwickelten Neuerungen zu lesen.

Moodley – Literaturlisten von Mendeley in Moodle einbinden

Das Lehr- und Lernmanagemtsystem Moodle bietet out of the box keine Literaturverwaltungsoptionen und damit keine Möglichkeit Literaturlisten zu erstellen und zu teilen.  Einzelne Initiativen und Projekte versuchen daher die Verbindung von Moodle mit etablierten Literaturverwaltungsprogrammen. Einschlägig ist bzw. war hier das britische Telstar-Projekt von 2009/10, welches Moodle und RefWorks zusammenbrachte. Die an der Universität von Cadiz angesiedelte R&D Foundation for Open Software (Fundación I+D del Software Libre) hat inzwischen mit Moodley eine Brücke zu Mendeley gebaut:

Moodley is a tool that provides an environment where teachers can offer their students scientific literature in their courses. Moodley provides a tool for extracting, annotating, and visualising literature directly from a Moodle Activity.

ResearchGate launcht RG Score

Das wissenschaftliche Soziale Netzwerk ResearchGate aus Berlin will mit dem RG Score auf der Plattform eine alternative Reputationsmessung zum klassischen Journal Impact Factor etablieren. In das Ranking werden (fast) alle Netzwerkaktivitäten, von der Beteiligung an Diskussionen bis hin zur Einstellung und Teilen von Volltexten berücksichtigt. Die  persönliche wie kollaborative Literaturverwaltung in Form der Pflege von Literaturlisten ist in ResearchGate damit schon als Prozess ebenso ruhmesrelevant. Ulrich Herb hat  in seinem Weblog Scinoptica dem RG Score einen Beitrag gewidmet. In der Neuen Zürcher Zeitung findet sich außerdem ein Interview mit dem CEO Ijad Madisch zum Thema.

2. Communitynachrichten

Bücher-Flohmarkt mit Citavi
Sicherlich auch eine gute Idee für Studierende, die ihre gebrauchten Lehrbücher wieder zu Geld machen möchten. Ulla Schmitz vom „Bloghandbuch @ Newsletter Fotografie“ erklärt in ihrem Beitrag „Bücher-Flohmarkt mit Citavi„, wie man das Literaturverwaltungsprogramm verwenden kann, um gebrauchte Bücher zu verkaufen.

Lehrvideo zum Arbeiten mit Zotero

Eines der neuesten Videobeiträge zu Sinn und Zweck von Literaturverwaltungsprogrammen, in diesem Fall eine Kurzvorstellung von Zotero, stammt von Prof Dr. Martin Gertler. Der konkrete Youtube-Beitrag ist Bestandteil eines mehrteiligen Video-Tutorials zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Literaturverwaltung & Bibliotheken als Sessionthema auf der Unkonferenz frei<tag> 2012

Im Rahmen von frei<tag> 2012, die Unkonferenz fand am 17. August im Schaufenster der FH Potsdam statt, diskutierten die Teilnehmenden unter anderem in einer Session über den Einfluss von Literaturverwaltungssoftware auf die bibliothekarische Arbeit  – vgl. den Sessionvorschlag im LIBREAS. Weblog. Zur Session, das Thema Literaturverwaltung wurde mit der Diskussion von Lars Müllers Thesen zu Informationskompetenz verknüpft, existiert bereits eine Etherpad-Mitschrift (vornehmlich geleistet von Dörte Böhner) sowie eine kleine Nachlese von Liane Haensch alias Lesewolke im Rahmen ihres Konferenzberichtes. Ein längerer Beitrag für dieses Blog ist in Planung.

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Literaturverwaltung kompakt 4/2012

1. Softwarenachrichten

Nicht nur Verbesserungen am Citation Editor – Mendeley 1.6 veröffentlicht

Die aktuelle Version kommt vor allem mit Verbesserungen für die Mac-Variante daher. Details findet man in den entsprechenden Release Notes.

Jetzt Berglöwen-kompatibel – Papers 2.3 veröffentlicht

Auch die Mac-genuine Literaturverwaltung wartet mit einem neuen Release auf. Neben der Anpassung auf das neue Mac OS X 10.8 Mountain Lion ist die Einführung von „Watched Folders“ die Kernneuerung der Version 2.3 von Papers

Neues Ubuntu-Tool korrespondiert mit Zotero – Unity Academic lens

Unity Academic lens corroborates bits of interest from an academic-specific point-of-view, pushing more „specialized“ data into the lens from sources with an increased accuracy, in the sense of presenting informations researched, created, verified by various scientific communities, universities, seious journals, etc, places where accuracy and high precision are first class citizens.

Für die Literaturverwaltung sorgt, sofern installiert, Zotero, welches Literaturangaben direkt zu Acedemic lens in einen bestimmten Ordner weitersendet. Mehr Informationen.

2. Communitynachrichten

Literaturverwaltungstools – Überblick in Ubuntu-Community

Wo wir schon bei Ubuntu sind – im Wiki der Cummunity für Ubuntu-Nutzer wird eine Seite zur Literaturverwaltung gepflegt, die unter Linux nutzbare Software listet und außerdem ein paar Referenzen für die weitere Auseinandersetzung mit den Programmen bietet, so etwa zu Softwaretests und -vergleiche. (BTW: das unlängst hier vorgestellte Webangebot WissTux.info scheint es mittlerweile nicht mehr zu geben. Ersatzlos. Schade!)

Literaturverwaltung und Zitieren mit Zotero für Kriminologen

Interessant! Aus der Perspektive eines Kriminalisten hat Michael Stroh Zotero getestet und die n seinem Blog analysiert.

Webredaktion, Reiseplanung und vieles mehr mit Citavi

Man weiß noch nicht ganz genau, wohin die Reise bei dem ganz frisch von Ulla Schmitz, die bereits hier zu Citavi schreibt,  aufgesetzten Weblog „Suchstick. Recherche und Wissensmanagement mit Citavi Free“ hingeht, denn mehr als sehr kurze mit Bildern unterlegte Posts enthält dieses nicht. Sicher ist aber: Bereits bei diesem kursorischen Herausgreifen von Citavi-Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten, lassen sich Inspirationen für die eigene Nutzung bzw. deren Vielfalt entwickeln.

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Literaturverwaltung kompakt 3/2012

1. Softwarenachrichten

Bibliogo – Citation Search und mehr

In frisch publizierten Release Notes stellen die Entwickler von Bibliogo die neuesten Funktionen vor. Neben einer übergreifenden Zitationssuche sind das: Smart Bibliographies, die sich faktisch von selbst – auf RSS-Basis -mit neuen Literaturreferenzen füllen; damit verwandt eine „Auto Populate“-Funktion auf Grundlage von Tags; ein Bibliography Configurator zur Administrierung der Literatursammlungen; sowie eine neue Filteroption. (Es wird wohl Zeit dem Programm mal tiefer auf den Zahn zu fühlen, um insbesondere zu ergründen ob die interessanten Automatismen etwas taugen…)

Bibsoup – Übernahme von bibliographischen Referenzen aus der Wikipedia

Bis dato ein Novum auf dem Literaturverwaltungsmarkt: Mit Bibsoup ist es möglich Literaturnachweise auf Basis von Recherchen in der Wikipedia zu übernehmen.  Im Blog „Open bibliography and Open Bibliographic Data wird erklärt, wie das geht.

Bibsonomy –  Citavi-Integration vorgestellt

Zwischen Bibsonomy und Citavi können nun bibliographische Daten direkt ausgetauscht werden – unter anderem über einen Export-Filter für Bibsonomy in Citavi. Zwei kleine Videos, welche kürzlich im Bibsonomy-Blog gepostet wurden, geben einen Einblick in die Kommunikation zwischen beiden Programmen.

Citavi – Zweite Preview zur Version 4 erhältlich

Mit dem Picker für Googles Chrome und neuen Funktionen für das Word Add-In kann man nun weitere Neuerungen austesten, welche die kommende Citavi-Version bereithalten wird – zur Kurzverstellung und Download der Preview.

2. Communitynachrichten

Mendeley behind the scenes

Im edtechdigest-Interview offenbart Mendeley-Mitbegründer Viktor Henning unter anderem Details der Entstehungsgeschichte des „LastFM for scientists“.

Zotero sinnvoll mit anderen Programmen eingesetzt

Alex Hope stellt im Weblog der renommierten London School of Economics and Political Sccience seinen persönlichen, toolbasierten Workflow wissenschaftlichen Arbeitens vor.  In dem Artikel steht Zotero im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von nützlichen Webdiensten und Applikationen – von Google Reader für den RSS-Alert neuer Journalartikel bis hin zu Scrivener für die Manuskripterstellung.

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