Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Breit und intensiv diskutiert – das Thema Literaturverwaltung beim BibCamp 6 in Nürnberg [Teil 2]

Seit dem ersten Teil der literaturverwaltungsbezogenen Unkonferenz-Nachlese zum BibCamp 6 in Nürnberg ist bereits über eine Woche vergangen. Höchste Zeit also, den Faden aufzunehmen und den abschließenden Teil zu präsentieren. Ehe es zum Rückblick auf den zweiten Veranstaltungstag kommt, sei vor allem der inzwischen zur Session “Citavi-Schulungen” erschienene, ausführliche Bericht von Sandrad Dahlhoff (UB Lüneburg) in ihrem persönlichen Weblog „Blick Bibliothek“ hervorgehoben. Dieser geht deutlich über die im BibCamp-Wiki befindliche Sessiondokumentation hinaus. Danke dafür! Am Samstag wurde das Thema (bibliothekarische Dienstleistungen für) Literaturverwaltung sowohl  allgemeiner bzw. breiter als auch spezifischer akzentuiert.  Und zwar so:

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Das Thema Literaturverwaltung auf dem BID-Kongress 2013 in Leipzig – Teil 2

Wie in Teil 1 der Programmauslese zum diesjährigen Bibliothekskongress in Sachen Literaturverwaltung angekündigt, folgt nun – allerhöchste Zeit – der zweite Streich. Ohne viele Worte zu machen, steigen wir gleich ein.

Tag 3 – Mittwoch, 13.03.2013

Im offiziellen Programm des Vormittags habe ich fast keine stichhaltig nachvollziehbaren thematischen Anknüpfungspunkte entdecken können.  Allenfalls die Session „Management und Nutzung von E-Books“ könnte insofern eine Option sein, dass darin möglicherweise die Verbindung von elektronischen Büchern und Literaturverwaltungstools hinsichtlich von Volltextmanagementoptionen thematisiert werden.

So wäre es eine Idee, sofern man es nicht bereits getan hat, die Zeit für einen ausgiebigen  Besuch der Ausstellungsstände der anwesenden Entwickler- und Vertriebsfirmen von Literaturverwaltungsprogrammen zu nutzen, um sich über Neuigkeiten zu informieren und auszutauschen. Äquivalent zum Bibliothekartag in Hamburg letztes Jahr,  sind die großen, üblichen Verdächtigen der Branche vertreten: Wer sich für EndNote begeistert und u.a. mehr mehr über die neu erschienene iPad-App erfahren möchte, geht am besten zu Adept Scientific  an den Stand CCL0-B04. Das „Mutterschiff“ der im STM-Bereich weit verbreiten Software ist freilich Thomson Reuters (CCL+1-+18), an dessen Stand sicherlich die RefScan-App Thema ist. Bei Swiss Academic Software  (CCL0-D14) ist man goldrichtig, wenn man über den Entwicklungsstand von und den zu erwartenden, neuen Funktionen in  Citavi 4 über die bereits veröffentlichten Prewiews hinaus informiert werden möchte. Mit Proquests RefWorks-COS (CCL0-C01) gäbe es etwa Chancen zu Gesprächen und Hintergrundinformationen zur neuen Version von Wirite-N-Cite. Und schließlich Swets: Was gibt es neues von der Mendeley Institutional Edition? Firmenvorträge: Es werden  bestimmt mehr angeboten und vor Ort bzw. direkt am Stand angekündigt .  Was ich im im Online-Programm einzig entdecken konnte, ist um 12:15 Uhr der Beitrag von Kat Baier zu „Introducing Refworks flow: A new cloud-based environment that supports research management and collaboration„.

Ab 13:30 Uhr ist meines Erachtens am ehesten ein Besuch der Session „Hin zum Kunden – Nutzungsorientierte Dienstleistungen„, in der es in den Beiträgen  insbesondere um Discovery Services, E-Books und Mobile (Recherche-)Dienste Erwartungen weckend, dass Literaturverwaltung dort zur Sprache kommt. Verwundern würde es jedenfalls , wenn der Aspekt im letzten Programmblock des Tages nicht in der Session „Wissen im digitalen Zeitalter“, namentlich nicht im Beitrag von Gregor Horstkemper (BSB München) um etwa 17 Uhr mit dem Titel „Augenhöhe in Sichtweite. Neue Perspektiven für wissenschaftliche Bibliotheken im Forschungsprozess“ und einem – angesichts des darin aufgefächerten Servicespektrum – noch neugieriger machenden Abstract, gwürdigt wird.

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Das Thema Literaturverwaltung auf dem BID-Kongress 2013 in Leipzig – Teil 1

Messe Leipzig

Messe Leipzig (Foto: Wikimedia Commons)

Morgen beginnt unter dem Motto „Wissenswelten neu gestalten“ die nunmehr fünfte Auflage vom Kongress Bibliothek & Information Deutschland in Leipzig. Vom 11.-14. März treffen sich im Congress Center der Leipziger Messe mehrere tausend Bibliotheks- und Informationswesen zum wohl wichtigsten Branchentermin diesen Jahres, der ein sehr umfangreiches und vielfältiges Programm bereithält. Es ist noch nicht zu spät, äquivalent zu den Blogposts für die Bibliothekartage der vergangenen beiden Jahre in Hamburg und Berlin, die Konferenzveranstaltungen, Beiträge und (Firmen-)Angebote zusammenzutragen, die dem Themenkreis Literaturverwaltung und eng damit zusammenhängenden Gebieten gewidmet sind. Leider kann ich selbst diesmal nicht beim Kongress dabei sein um mir die hier herausgepickten Rosinenstücke selbst zu verputzen. Aber zum Glück gibt es ja im Nachhinein die Folien-Uploads auf den OPUS-Server des Berufsverbands BIB und individuelle Kontaktaufnahme über div. Kommunikationskanäle… Allen die dort sind wünsche ich nichtdestotrotz vor Ort anregehnde Vorträge und Gespräche rund um Literaturverwaltung! Auf geht’s mit den ersten beiden Kongresstagen Montag und Dienstag! Mittwoch und Donnerstag sowie ein Blick in Firmenaustellungen und -vorträge folgen rechtzeitig im zweiten Teil.

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Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich

Den umfassenden Überblick der TUM gibts jetzt auch auf Englisch und Französisch (nicht aktualisierte Version 2012)

Comparaison de programmes de gestion de références

Comparison of Reference Management Software

Jana Votteler

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Die Deutsche Digitale Bibliothek und Literaturverwaltung

Am 28.11.2012, dem vergangenen Mittwoch, ist die Deutsche Digitale Bibliothek in einer Betaversion (!) veröffentlicht worden:

Ziel der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ist es, jedermann über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten, Filmen und Noten. Als zentrales nationales Portal soll die DDB perspektivisch die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander vernetzen. Mit der DDB soll Deutschland seine Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit in Wissenschaft, Forschung und Bildung sichern, aber auch sein einzigartiges kulturelles Erbe und Wissen für jedermann komfortabel über einen zentralen Anlaufpunkt zugänglich machen. Durch die zentrale Zugänglichkeit, also indem an jedem PC-Arbeitsplatz mit Internetanschluss unabhängig von Ort und Zeit Zugang zur gesamten erforderlichen Information geschaffen wird, werden die Recherchemöglichkeiten in Forschung, Lehre und Wirtschaft grundlegend verbessert.

(vgl. die offizielle „Über uns-Seite“)

Mit einer einfachen Recherche im Biblioblogaggregator Plan3t.Info kann man einen Überblick zu den ersten (und noch folgenden), teils sehr kritischen Eindrücken –  fachlicher sowie durch diverse Hinweise in einzelnen Blogposts auch  journalistischer Art – gewinnen.

An dieser Stelle soll es nicht um konzeptionelle, darstellungsspezifische oder inhaltliche Fragen zur DDB gehen, sondern um den Aspekt der persönlichen, individuellen Organisation und Nachnutzung von Objektmetadaten für die Literaturverwaltung bzw. Zitation. Kurzum: Wird ein Datenex- bzw. -import für Literaturverwaltungsprogramme bereits in der DDB-Betaversion unterstützt? Wenn ja – inwiefern?

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Hilfen zum Arbeitseinstieg mit Papers

Aus Anlass einer Supportanfrage habe ich mal ein wenig recherchiert, welche Informationsressourcen so für den Einstieg in das  Mac-Programm Papers existieren und nützlich sind. Meine kleine Zusammenstellung möchte ich nicht für mich behalten und gleichzeitig in die Leserrunde fragen, ob noch weitere von mir nicht gefundene / genannte Einführungen brauchbar und empfehlbar sind.

Ein richtiges Handbuch im Sinne einer verschriftlichten Schritt für Schritt-Anleitung zum Download  kenne ich nicht, schon gar nicht auf deutsch. Selbst im umfangreichen, empfehlenswerten Apfelwiki wird Papers  stiefmütterlich behandelt. Auch ein einschlägiger Aufsatz ist mir nicht bekannt. In diesem Sinne: Weiß jemand mehr?

Matti Stöhr

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Papers – außen hui, innen…

Die niederländische Firma Mekentosj erfreut Mac Nutzer seit Anfang diesen Jahres mit „Papers 2 – your personal library of research„. Das Design erinnert sehr an das iTunes Interface – wodurch die Navigation durch Papers zu einem intuitiven Spaziergang wird!  Die Herkunft aus dem Bio.-Med. Sektor ist für die IVS-BM ein nettes Schmankerl. Doch lassen wir uns nicht blenden von schickem Aussehen – denn wir wissen alle, worauf es wirklich ankommt 😉

Die Intention von Papers war es, ein iTunes für PDFs zu sein. Zu dem Zeitpunkt der Entwicklung war die Verwaltung von PDF besonders auf dem Mac nicht leicht mit anderen Systemen zu bewerkstelligen – weshalb sich die damaligen PhDler an die Programmierarbeit machten. Mittlerweile ist die Konkurrenz zwischen den Anbietern und ihren Produkten immer größer geworden – und man schaut auch gerne etwas voneinander ab. Papers 2 bietet mit „Magic Manuscripts“ ein Feature für (nach eigener Aussage alle!) Textverarbeitungsprogramme an, wodurch sich Zitate und Bibliographien einfach generieren lassen. Die Output Styles basieren aber auf dem gleichen Repository wie bei Mendeley und Zotero auf github und lassen sich nicht einfach von Hand anpassen (vgl. EndNotes CWYW). Auch eine Funktion zum Zusammenarbeiten mit anderen Wissenschaftlern wird angeboten: Papers Livfe (sieht komisch aus – ist aber so^^). Allerdings lässt sich darin weder nach Personen, Themen oder Artikeln suchen. Und es ist uns noch nie gelungen, andere Personen per Mail zu einer privaten Gruppe einzuladen; immer kam der Hinweis, man solle sich bitte Papers herunterladen (obwohl das Programm bereits installiert war). Und nun zum schwerwiegendsten Problem: die integrierte Suchmöglichkeit in Papers. Wie bei allen Literaturverwaltungssystem, die die direkte Recherche aus dem System in Datenbanken, Bibliothekskatalogen und Suchmaschinen bieten, ist diese sehr abgespeckt. Es gibt nicht alle Suchfelder, Thesauri werden unterschlagen und von der Ergebniszahl und weiteren Einschränkungsmöglichkeiten ganz zu schweigen. Dazu kommt aber noch, dass Papers 2 eine Metasuche über mehrere Repositorien gleichzeitig basteln lässt, z.B. „ich will Google Scholar und Web of Science gemeinsam mit demselben Begriff durchsuchen“ – dass dabei nichts qualitativ Wertvolles herauskommt, kann sich jeder denken… Und die Notlösung des Imports von Referenzen mittels Austauschformaten wie BibTex funktioniert leider auch nur mit Datenverlust.

In der neuen Version Papers for Windows ist diese Metasuche übrigens noch nicht möglich. Dafür werden die 25 eingebauten Repositories derart präsent in dem System angezeigt, dass man sich schwer nicht verleiten lassen kann, Scopus direkt dort zu starten und nicht den Umweg über das Original zu gehen. Die obligatorische Windowsversion hapert noch an einigen weiteren Stellen, wie z.B. der Highlightingfunktion oder der Synchronisation mit mobilen Geräten. Außerdem sieht sie weit nicht so stylisch aus wie auf dem Mac 😉

Unser Fazit: Organisation von PDFs (in Collections, Smart Collections und Subcollections) funktioniert gut & leicht! Alles andere – ist ausbaufähig.

Und das war auch das interessante Ergebnis unserer nicht repräsentativen Umfrage unter den 20 Teilnehmern VOR unserer letzten Schulung zu Papers: sie wollen das System primär um ihre Papers (Research Papers, Reviews etc.) zu organisieren und das Interface soll einfach zu bedienen sein. Wünsche erfüllt: Papers kann das wunderbar! 🙂

Jana Votteler

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Bibliogo

Seit Anfang diesen Jahres gibt es ein neues Tool zur webbasierten Literaturverwaltung – Bibliogo.

Systeme, die unabhängig von Ort, Zeit und Betriebssystem verwendet werden können, sind für internationale und weit gereiste Wissenschaftler besonders interessant. Grund genug für die Informationsvermittlungsstelle der Bio.-Med. Sektion (IVS-BM) der Max Planck Gesellschaft Bibliogo näher zu betrachten. Basierend auf den Eindrücken des Intellogist Blogs sind in folgendem Dokument unsere Erfahrungen – anhand der fünf Kriterien Import, Organization, Sharing, Output und Export – kurz dokumentiert: Bibliogo IVS-BM

Unser Fazit: die Intention der Hersteller scheint klar auf der Dokumentenlieferung zu liegen (Finden neuer Dokumente via RSS, einfaches Erwerben, etc.) – was auch ihr ursprüngliches Tätigkeitsgebiet ist! Da die Lizensierung von Fachzeitschriften und -datenbanken durch Bibliotheken von Universitäten und Forschungseinrichtungen diesen Schritt obsolet macht, bietet die Software aus unserer Sicht keinen Mehrwehrt in einer wissenschaftlichen Umgebung (zumal die Integration von OpenURL nur in der Premiumversion möglich ist). Zudem fehlt die für das Publizieren sehr wichtige Funktion der Weiterverarbeitung in einem Textverarbeitungsprogramm (es können nur fixe Literaturlisten erstellt werden). Außerdem ist das Interface anders aufgebaut als bei klassischen Literaturverwaltungsprogrammen, was die Nutzung weniger intuitiv macht – aber das ist Geschmacksache 😉

Demnach nehmen wir Bibliogo nicht in unsere Liste der empfohlenen und kontinuierlich evaluierten Literaturverwaltungssysteme auf.

Mein heutiger Versuch, mich wieder einzuloggen (was nur mittels eines bestehenden Accounts einer Web 2.0 Anwendung geht!) und mich über neue Artikelvorschläge via RSS zu freuen, wurde jäh vereitelt: es scheint technische Probleme zu geben und mein Account ist verschollen 😦

Jana Votteler

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Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich – Version 5

Bereits in Literaturverwaltung kompakt 3/2012 haben wir schon einmal darauf hingewiesen, dass der vielzitierte Vergleich von Literaturverwaltungsprogrammen der UB Augsburg (Stand 07/2009) endlich durch Petra Frommer und Dorothea Lemke, Mitarbeiterinnen der UB der TU München, eine Frischzellenkur erfahren hat. Sie haben auf Basis der Augsburger Vorlage eine neue Version erstellt, die wesentlich übersichtlicher und nutzerfreundlicher geworden ist. Wie gewohnt werden Citavi, EndNote, EndNote Web, RefWorks und Zotero analysiert. Hinzugekommen sind Mendeley und JabRef. Der Vergleich bietet dabei einen Überblick über die verschiedenen Funktionen, die Bedienung und Lizenz-/Preismodelle von Literaturverwaltungsprogrammen.

Die Datei finden sie unter
http://mediatum.ub.tum.de/node?id=1108526
oder im Bereich von Informationskompetenz.de unter
http://www.informationskompetenz.de/fileadmin/DAM/documents/Literaturverwaltungs_3348.pdf

Hervorzuheben ist, Sie können die Datei nachnutzen und für Ihre Zwecke anpassen, denn die Datei steht unter eine CC-BY-NC-SA-Lizenz. Die Originaldaten können Sie auf Anfrage von der Bibliothek der TUM erhalten.

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