Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Bessere Publikationslisten mit OpenScholar

Gestern berichtete wisspub.net von OpenScholar, einem relativ neuen Content Management System auf der Basis von Drupal. OpenScholar ist speziell auf das einfache Erstellen persönlicher Homepages von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgerichtet, und ein typischer Bestandteil derartiger Webseiten ist natürlich eine Publikationsliste. Der (literaturverwaltungstechnische) Clou daran ist, dass OpenScholar die bibliographischen Metadaten aus einer solchen Publikationsliste in den Formaten BibTeX, EndNote und COinS bereithält. Wenn sich also Systeme wie OpenScholar durchsetzen, dürfen sich Nutzerinnen und Nutzer von Literaturverwaltungssystemen künftig über noch mehr interoperable Metadaten freuen. Die Beteiligung von Bibliotheken an derartigen Entwicklungen wäre begrüßenswert, sind doch Publikationslisten deren ureigenster Bereich.

Martin de la Iglesia

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Hindernis effektiver Literaturverwaltung – Fehlende Metadaten in elektronischen Volltexten

Ich habe in den letzten zwei Monaten rund 200 Titel in das Literaturverwaltungsprogramm Citavi eingepflegt. Und bei allen Dokumenten aus dem Netz (n=54) – bis auf ein einziges (von einer Frau!) – mangelhafte Metadaten eingelesen. Das betrifft im Netz veröffentlichte Gutachten, Berichte, Dissertationen, Diplomarbeiten: Hier sind die Metadaten in den Dokumenten so schlecht eingepflegt, dass sie schlicht unbrauchbar sind. […]

Prägnant macht sich Christiane Schulzki-Haddouti im KoopTech-Blog  ihrem Ärger über unzureichende Metadatenanreicherung elektronischer Volltexte Luft, auch mit einer klaren Kritik  in Richtung Bibliotheken / Bibliothekare:

Und liebe Bibliothekare: Bei Sammelwerken werden oftmals die Herausgeberschaft bzw. die weiteren Co-Herausgeber nicht oder unvollständig angezeigt. Auch das erfordert wieder Nacharbeit. Ist für mich auch unverständlich.

Jeder wissenschaftlich arbeitende Mensch, welcher zur Effektivierung der Literaturarbeit eine entsprechende Software benutzt, kann diesen Ausruf nur zu gut nachvollziehen. Versuche,  Volltext-Dokumente im Zuge der Aufnahme von Publikationen in Citavi & Co. einzubinden und in gleichem Arbeitsgang die jew. Metadaten dabei zu haben, sind oftmals von mäßigem Erfolg.  Nicht nur Graue Literatur stellt hier ein Problem dar, sondern ebenso Zeitschriftenartikel etc. sind erfahrungsgemäß unzureichend mit Metadaten versehen. Umso nachvollziehbar wie wichtig ist der Apell an die unterschiedlchen Akteure – WissenschaftlerInnen / Autoren und Informationsdienstleister , die Metadaten-Anreicherung von elektronischen Dokumenten und damit auch ihrere Verfüg- wie Nachnutzbarkeit konsequenter zu verfolgen.

Initiativen bzw. Gedanken zur Ablösung des PDF’s, wie sie auch u.a.  in einer Sesion auf dem 4. Bibcamp diskutiert wurden und perspektivisch für eine alternatives, elektronisches Publizieren stehen, sind mit Blick auf die unterschiedlichen Publikationskulturen in den Wissenschaftsdisziplinen, werden m. E. kurz- und mittelfristig in der Breite nicht erfolgreich sein. Es gilt vielmehr darum, das gescholtene Format konsequent auszunutzen, so in diesem verwertbare bibliographische Daten zu hinterlegen. Bibliotheken mit ihren OPACs und in ihrer Rolle als Betreiber von Repositorien, so auch Verlage und andere Institutionen als Anbieter von (Volltetxt)-Literaturdatenbanken müssen offensichtlich mehr Energie dafür aufwenden, 1. die AutorInnen dabei mit (mehr) intuitiv nutzbaren Werkzeugen zu unterstützen und 2.  ihr Volltextportfolio per se besser für die persönliche Literaturverwaltung handhabbar zu machen.

(Via netbib-Weblog)

Matti Stöhr

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Websites ins PDF-Format konvertieren: Nicht nützlich, sondern potentiell schädlich

Die Literaturverwaltungssoftware Citavi bietet seit ihrem letzten Update die Funktion „Website als PDF speichern“ an. Aus der Citavi-Website:

„Viele Webseiten ändern ihren Inhalt oder sind nach einiger Zeit nicht mehr erreichbar. Wäre es da nicht hilfreich, direkt bei der Titelaufnahme in Citavi eine Kopie der Webseite im PDF-Format zu erstellen? Citavi 3.0.12 bietet dieses „Schmankerl“: Werden Webseiten in Citavis Vorschau angezeigt, erstellen Sie per Klick auf den gelben Balken sofort eine PDF-Kopie vom Inhalt der Citavi-Vorschau.“

Ich befürchte, daß Citavi-Benutzern hier eine Funktion empfohlen wird, die keinen zusätzlichen Nutzen hat, sondern vielmehr sogar schaden kann. Dabei geht es um hochinteressante Fragen des zweckmäßigen Zitierens und Archivierens von Webinhalten. Martin de la Iglesia, einer der Autoren dieses Blogs, hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß ein solches Thema nicht in 140 Zeichen zu erledigen ist — daher der folgende Beitrag.
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OCLC kooperiert mit Swiss Academic Software – Worldcat nun direkt in Citavi durchsuchbar

Bereits am 7. Februar gab OCLC in einer offiziellen Nachrichtenmeldung bekannt:

WorldCat is now among the online catalogs available to search, cite and annotate in Citavi projects. As such, Citavi has recently been added to the list of WorldCat.org traffic partners. […]

Now that more than 210 million records from WorldCat are available to search directly through Citavi thanks to the WorldCat Search API, students and researchers can find more of the world’s information in libraries more quickly and use it more effectively. […]

Für Swiss Academic Software, bekanntlich eine kleine Zürcher Firma bedeutet diese Kooperation sicherlich ein wichtiger Schritt auf dem internationalen Markt zunehmend bekannter zu werden und erfolgreich zu sein. (Vor nicht allzu langer Zeit ging ja mit Citavi 3 die erste englischsprechende Programmversion an den Start).

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„Endnote mit Find full text und Redi-Linkresolver“

Der Heidelberger/Mannheimer  Informatiker Andreas Bohne-Lang machte vorgestern über die  INETBIB-Liste auf ein von ihm geschriebenes PHP-Skript aufmerksam,  welches Probleme mit der

„Find full  text“-Funktion von Endote  in Kombination mit dem Redi-Linkresolver  (eingestellt bei Endnote in: OpenURL)

behebt.

Viel Erfolg bei der Implementation bzw. Anpassung!

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“Principles on Open Bibliographic Data” veröffentlicht

Für die persönliche Literaturverwaltung ist der Zugang zu sowie die möglichst einfache Übernahme von biblibliographen Daten essentiell. Eine kleine, internationale Gruppe von Leuten – die Working Group on Open Bibliogaphic Data der Open Knowledge Foundation, dieser gehört auch Adrian Pohl vom Hochschulbibliothekzzentrum Nordrhein-Westfalen (hbz) an, hat nun zentrale Prinzipien offener bibliographischer Daten formuliert und wird diese am 17. Januar offizial im Rahmen des PMR-Symposiums in Cambridge vorstellen: Den Rest des Beitrags lesen »

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