Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Literaturverwaltung kompakt 1/2014 – zweiter Teil: Communitynachrichten

Eine Revolution? – Google Scholar’s „My Library“

Die Einführung des „Library“-Features in Google Scholar, u.a.  zur Speicherung und Verwaltung von Zitatnachweisen, ist bereits einige Monate her.  Auch hier bei „Literaturverwaltung“ hat Jürgen Plieninger unlängst in Berufung auf eine Nachricht im Library Journal darauf hingewiesen. Fundierte Meinungen und Tests zum Service gibt es – abgesehen von zahlreichen Hinweisen auf den Dienst – jedoch nicht auf dem Präsentierteller. Einen interessanten, kompakten ersten Blick in Videoform hat etwa David Woo mit einer provokanten These riskiert:

Google Scholar My Library could ultimately destroy Endnote and other citation management systems.

In eine ähnliche Richtung titelt Mari Vállez im Blog LibTechNotes, indem sie von einer „small revolution in the world of reference management“ spricht. Was zu beweisen wäre.

Kritischer Hinweis auf neue DIN ISO-Norm für Zitationen

Christian Hauschke ist Anfang Dezember 2013 ausführlich auf die neue Zitier-Norm: DIN ISO 690:2013-10, welche die DIN 1505-2 ablöst, eingegangen und kritisiert dabei den Umgang mit Zeitschriftenabkürzungen.

Über die Arbeit mit Bookends

Zu Beginn des neuen Jahres wurden bei Macademise einige interessante Features von Bookends vorgestellt, einen Tag bevor die neue Version 12.1 veröffentlicht wurde. So  geht der anonym bloggende „[…] researcher working in the intersection of anthropology, ethnography, learning and cognition.“ (vgl. die About Me-Seite) auf den Umgang mit Schlagwörtern und intelligenten Gruppen ein. Neben der Verwendung  der Tag-Cloud und der effektiven Platzierung von Hyperlinks ist auch die kombinierte Arbeit mit DevonThink ein Thema. Hauptgründe für die Abkehr von Sente sind vor allem mit besseren Auszeichnungsoptionen von Referenzen und Notizen und in besseren Suchmöglichkeiten, insbesondere die „Full text spotlight search“ wird angeführt, begründet.

Bessere BibTeX-Unterstützung und mehr – Werk- und Spielzeuge für Zotero

Der Zotero-Experte Sebastian Karcher (aka „Adam Smith“)  hat ebenso zu Jahresbeginn in seinem Blog „The Zoteroist“ eine kleine Zusammenstellung von eher unbekannteren, aber sehr interessanten Plugins für Zotero vorgelegt. So gibt es nun mit Zotero Autoexporting eine aus Karchers Sicht bessere Lösung für BibTeX-Export als das bekanntere AutoZotBib. Gleichzeitig wird für das BibTeX-Handling Zotero Better BibTeX empfohlen. Der gleiche Autor, Emiliano Heyns, hat außerdem weitere nützliche Plugins zur Prozess und damit Geschwindigkeitsoptimierung von Zotero in petto.

Scrivener zusammen mit Zotero nutzen

Der britische Dozent für Marketing Stephan Dahl beschreibt auf seiner Website seine zwei Ansätze zur kombinierten Verwendung des Schreibtools Scrivener  mit Zotero. Der einfachere Weg besteht in der einfachen Belegung von Zitationsplatzhaltern, die man am Ende der Schreibphase mittels Zotero’s genuinen RTF-Scan abgleicht. Das ist jedoch fehleranfällig. Der bessere aber etwas kompliziertere Weg besteht in Verwendung des Plugins Zotero ODF/RTF-Scan (Autoren: Frank Bennett und der bereits erwähnte Sebastian Karcher).

Lehren mit Zotero

Unter dem Titel „Teaching with Zotero: Citation Management for Feedback and Peer Review“ berichtet Chad Iwertz (Oregon State University) von seinen Schulungserfahrungen, Zotero Studienanfängern nahezubringen. Dabei geht er insbesondere auf seinen Ansatz ein, Zotero insbesondere für die die kollaborative, lebendige  Auseinandersetzung mit Lehr- bzw. Studieninhalten einzusetzen, insbesondere in Verwendung der Notizfunktionen.

Softwarevergleich zwischen Docear, Mendeley und Zotero

Die Macher von Docear haben sich mittlerweile einen Namen damit gemacht, dass sie sich intensiv und transparent mit den Eigenschaften, Stärken wie Schwächen von verschiedenen Literaturverwaltungstools  im Vergleich zum eigenen Produkt auseinandersetzen. Mal mehr mal weniger augenzwinkernd wurde im Produktblog schon mehrfach die Frage nach der „besten“ Software gestellt. (Vgl. etwa  hier, und hier) Mitte Januar erschien als jüngster Vergleichsbeitrag von Jöran Beel eine sehr umfassende, visuell ansprechende und  differenzierte und auch in den Kommentaren rege diskutierte Gegenüberstellung von Docear, Mendeley und Zotero. Das kaum überraschende Ergebnis: Es gibt nicht DAS beste Literaturverwaltungstool, vielmehr sind individuelle Nutzungsszenarien bzw. funktionale Anforderungen entscheidend.

Jöran Beels zusammenfassende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Docear, Zotero und Mendeley

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