Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Citavi, EndNote und Mendeley unter der Lupe – Kompatibilität von Literaturverwaltungsprogrammen geprüft

Im aktuellen Heft von B.I.T-Online ist jüngst ein Artikel erschienen, der sich schwerpunktmäßig mit dem Datenverlust bei der Übertragung bibliographischer Daten zwischen Literaturverwaltungsprogrammen beschäftigt:

Bravo Roger, F., & Völker, N. (2012). Gemeinsame Datenbank statt Ordner-Chaos : Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Literaturverwaltungssoftware in der Verbundforschung. B.I.T.online, 15(5), 461–464. URL: http://www.b-i-t-online.de/heft/2012-05/nachrichtenbeitrag-roger.pdf

Der Volltext ist (leider) nur AbonnentInnen zugänglich, so dass das Heft bzw. der Artikel selbst zur vollständigen Lektüre noch in der Bibliothek auf mich wartet. Das offensichtlich ganz frisch gelaunchte Weblog http://bibliotheksding.wordpress.com (die Urheberin oder der Urheber bedient sich einem Pseudonym, es schreibt „picus“) hat jedoch in einem Post vom 25. Oktober das im Journalartikel verwendete Schaubild eines Import-Export-Vergleichs zwischen Citavi, EndNote und Mendeley veröffentlicht und paraphrasiert (?) das Fazit des Praxistests:

Der Praxistest zeigte, dass sowohl Citavi als auch EndNote und Mendeley die Anforderungen an ein kollaborativ nutzbares Literaturverwaltungsprogramm grundsätzlich erfüllen. In regional verteilten Forschergruppen kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass alle Beteiligten ihre Literatur mit ein und derselben Software verwalten. Deshalb stellte sich die Frage nach der Kompatibilität verschiedener Literaturverwaltungsprogramme untereinander. Allerdings musste erkannt werden, dass sich Literaturdateien, die mit verschiedenen Programmen erstellt wurden, zwar über die Ex- und Import-Funktionen der Programme grundsätzlich zusammenführen lassen.
Informationsverluste lassen sich dabei jedoch nicht vermeiden. Die getesteten Programme sind also nicht
vollständig untereinander kompatibel.

Dass die Kompatibilität der jew. Programme von der Qualität der Datenausgabe und Verarbeitung von Austauschformaten sowie vom Funktionieren eingebauter Synchronisationsmechanismen abhängen, ist natürlich nicht neu. Es lohnt sich, dies wiederholt zu prüfen. Da ist der Beitrag definitiv lobenswert. Auf dem ersten Blick sind aus meiner Sicht jedoch sowohl Programmauswahl (ausschließliche Beschränkung auf proprietäre Software) , der Test und die gezogenen Schlüsse diskutabel. Beispielsweise erscheint mir ein Ex- und Import von Mendeley zu Mendeley via E-Mail sehr unsinnig, vor allem wenn parallel dazu ein BibTeX-Austausch („Brückenformat“) offenbar als keine richtige Ex- und Importfunktion verstanden wird. (Gilt nur direkte Datensynchronisation?)

Matti Stöhr

Einsortiert unter:Publikationen & Präsentationen, Software & Tools, , , , , , , , ,

One Response

  1. adam3smith sagt:

    Die Idee von „Brückenformaten“ ans sich ist absurd. Es klingt so also ob da arbiträr zwischen den Software-eigenen Import Formaten und allgemeinen Standards unterschieden wird. Aber das ist natürlich Unsinn – es ist viel wichtiger die allgemeinen Standards gut zu unterstützen – sowohl als Import als auch als Export.

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