Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Literaturverwaltung kompakt 5/2012

1. Softwarenachrichten

Neues Premium-Angebot – Mendeley für Teams

Mendeley bietet mit „Team Plans“ seit kurzem eine neue kostenpflichtige Premium-Nutzungsvariante an. Diese richtet sich an Arbeits- bzw. Forschungsgruppen, welche viele Volltextdokumente in den unterschiedlichsten Literaturlisten bzw. Arbeitskontexten kollaborativ einpflegen und nutzen wollen. Die Kosten sind flexibel abhängig von der Teamgröße und beginnen mit 49 Euro pro Monat bei fünf Teammitgliedern (Base plan). Neben der Möglichkeit unbegrenzt viele private Gruppen anzulegen wird auch unbegrenzter Webspace für Dokumente offeriert. Hinzu kommt bevorzugter Support.

Neue Version von Sente kurz vor der Veröffentlichung

Es dauert wohl nicht mehr lange und die Version 6.6 des Mac-Literaturverwaltungsprogramms Sente sowie die dazugehörige iPad-Variante werden erscheinen. In einer Ankündigung im Sente-Weblog gibt es bereits einiges zu den entwickelten Neuerungen zu lesen.

Moodley – Literaturlisten von Mendeley in Moodle einbinden

Das Lehr- und Lernmanagemtsystem Moodle bietet out of the box keine Literaturverwaltungsoptionen und damit keine Möglichkeit Literaturlisten zu erstellen und zu teilen.  Einzelne Initiativen und Projekte versuchen daher die Verbindung von Moodle mit etablierten Literaturverwaltungsprogrammen. Einschlägig ist bzw. war hier das britische Telstar-Projekt von 2009/10, welches Moodle und RefWorks zusammenbrachte. Die an der Universität von Cadiz angesiedelte R&D Foundation for Open Software (Fundación I+D del Software Libre) hat inzwischen mit Moodley eine Brücke zu Mendeley gebaut:

Moodley is a tool that provides an environment where teachers can offer their students scientific literature in their courses. Moodley provides a tool for extracting, annotating, and visualising literature directly from a Moodle Activity.

ResearchGate launcht RG Score

Das wissenschaftliche Soziale Netzwerk ResearchGate aus Berlin will mit dem RG Score auf der Plattform eine alternative Reputationsmessung zum klassischen Journal Impact Factor etablieren. In das Ranking werden (fast) alle Netzwerkaktivitäten, von der Beteiligung an Diskussionen bis hin zur Einstellung und Teilen von Volltexten berücksichtigt. Die  persönliche wie kollaborative Literaturverwaltung in Form der Pflege von Literaturlisten ist in ResearchGate damit schon als Prozess ebenso ruhmesrelevant. Ulrich Herb hat  in seinem Weblog Scinoptica dem RG Score einen Beitrag gewidmet. In der Neuen Zürcher Zeitung findet sich außerdem ein Interview mit dem CEO Ijad Madisch zum Thema.

2. Communitynachrichten

Bücher-Flohmarkt mit Citavi
Sicherlich auch eine gute Idee für Studierende, die ihre gebrauchten Lehrbücher wieder zu Geld machen möchten. Ulla Schmitz vom „Bloghandbuch @ Newsletter Fotografie“ erklärt in ihrem Beitrag „Bücher-Flohmarkt mit Citavi„, wie man das Literaturverwaltungsprogramm verwenden kann, um gebrauchte Bücher zu verkaufen.

Lehrvideo zum Arbeiten mit Zotero

Eines der neuesten Videobeiträge zu Sinn und Zweck von Literaturverwaltungsprogrammen, in diesem Fall eine Kurzvorstellung von Zotero, stammt von Prof Dr. Martin Gertler. Der konkrete Youtube-Beitrag ist Bestandteil eines mehrteiligen Video-Tutorials zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Literaturverwaltung & Bibliotheken als Sessionthema auf der Unkonferenz frei<tag> 2012

Im Rahmen von frei<tag> 2012, die Unkonferenz fand am 17. August im Schaufenster der FH Potsdam statt, diskutierten die Teilnehmenden unter anderem in einer Session über den Einfluss von Literaturverwaltungssoftware auf die bibliothekarische Arbeit  – vgl. den Sessionvorschlag im LIBREAS. Weblog. Zur Session, das Thema Literaturverwaltung wurde mit der Diskussion von Lars Müllers Thesen zu Informationskompetenz verknüpft, existiert bereits eine Etherpad-Mitschrift (vornehmlich geleistet von Dörte Böhner) sowie eine kleine Nachlese von Liane Haensch alias Lesewolke im Rahmen ihres Konferenzberichtes. Ein längerer Beitrag für dieses Blog ist in Planung.

3. Servicenachrichten

Münchener Softwarevergleich aktualisiert

Die Münchener Neuauflage des Augsburger Literaturverwaltungsvergleichs – siehe auch den Beitrag in diesem Blog – wurde auf auf der Basis verschiendenster Rückmeldung Verbesserungsvorschläge in einer korrigierten bzw. verbesserten Fassung veröffentlicht.

Mendeley aus bibliothekarischer Sicht

Alison Hicks, Bibliothekarin an der University of Colorado Boulder, stellt in einem Review die Stärken und Schwächen von Mendeley vor und thematisiert dabei die lokalen Aktivitäten und Ansprechpartner für das Produkt. Neben Mendeley werden auch Refworks, EndNote und Zotero unterstützt.

Oxforder Online-Guide zu Literaturverwaltungssoftware

Einen sehr umfangreichen, jüngst aktualisierten LibGuide zur Literaturverwaltung bieten die Bodleian Libraries der Oxforder Universität an. Das Team um Lizzie Atkinson thematisiert darin neben RefWorksEndNote / EndNote Web, Zotero und Mendeley auch die von Oxford-Absolventen entwickelte Plattform ColWiz. Ein Vergleich der genannten Systeme ist ebenso wie ein Infobereich zu Zitierstilen Bestandteil des Guides.

4. Literaturtipp

Ganz frisch erschienen ist ein – leider nicht frei zugänglicher – Überblicksartikel zu Literaturverwaltung mit mobilen Endgeräten: Glassman, Nancy R.; Sorensen, Karen (2012): Citation Management. In: Journal of Electronic Resources in Medical Libraries 9 (3), S. 223–231. DOI: 10.1080/15424065.2012.707097

Im Abstract heißt es:

Students and researchers have come to rely on computer-based reference management software to organize their growing collections of reading material and to properly format citations and references in research papers, grant applications, and other documents. It is no longer adequate just to store these collections on a desktop or laptop computer. Users need access to their personal digital libraries on the go, on smartphones as well as tablets. This column provides an overview of mobile citation management software. Citation management applications and mobile-friendly websites are described.

5. Vorschau

Mit Literaturverwaltung? – das Churer Infocamp

Am 7. und 8. September findet im schweizerischen Chur das Infochamp statt. Abgesehen davon, dass es u.a. von Citavi gesponsored wird, bietet sich mit der informationswissenschaftlichen Unkonferenz erneut eine Gelegenheit über Literaturverwaltung zu diskutieren. Einige Anknüpfungspunkte klingen bereits in den vorab formulierten Themen- bzw. Sessionvorschlägen an, wie z.B. bei der Frage „Was können wir für WissenschaftlerInnen tun, die bei uns (BibliothekarInnen, InformationsspezialistInnen) Rat und Unterstützung für das Schreiben und Publizieren suchen?“

6. Und sonst?

Der wahre Grund für das Aus von Citavi Mac

Bei Bibliothekarisch ist bildlich dokumentiert, dass „die Katze“ bei Swiss Academic Software ein festes Mitglied des Citavi Teams ist. Da stellt sich natürlich sogleich die Frage: Hat sie als Eminenz der Firma den Citavi Mac gefressen, weil sie nur auf Fenster als Lieblingsplätze schwört?😉

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