Literaturverwaltung

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Aktuelles – Analysen – Austausch zu Software und Services für die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Im Erscheinen – Studie zu Services für Literaturverwaltung in US-amerikanischen Bibliotheken

In der kommenden Ausgabe 2/2011 des Emerald-Fachblattes Reference Services Review erscheint von Howard Stephen McMinn (Science and Technology Librarian an der Iowa State University) der Artikel „Library Support of Bibliographic Management Tools: A Review“.  Aus dem bereits zur Verfügung stehenden (EarlyCite-)Abstract sind bereits einige Dinge abzulesen, aus meiner Sicht nicht nur positive sondern auch gleichwohl bedenkliche.

Es ist zunächst einmal sehr erfreulich, dass es nun eine weitere systematische Studie zu den Aktivitäten von Bibliotheken im Bereich Literaturverwaltung gibt bzw. geben wird. So informiert der Beitrag über die Situation an einer großen Anzahl von ARL-Bibliotheken, insgesamt 111. Dazu führte McMinn eine systematische Analyse von deren Websites  und der dort aufzufindenden Informationen zur Unterstützung der Nutzung von Literaturverwaltungssoftware – insbes. EndNote und RefWorks – durch. Vom  methodologischen Ansatz ähnelt die Studie dabei offensichtlich derer in meiner Magisterarbeit mit der Untersuchung von 109 deutschen Bibliothekshomepages. So könnte der Artikel eine wahre Bereicherung für die weitere theoretische Durchdringung des Themas darstellen. Jedoch – ohne den Artikel gelesen zu haben, noch ist es ja nicht möglich – verringert sich der Mehrwert der Studie drastisch durch den Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie wurde bereits 2009 durchgeführt, erscheint aber erst jetzt – im Frühjahr 2011. Die gewählte, exklusive Publikations bzw. Distributionsform –  Beitrag in einem kommerziellen Verlagsjournal mit langem (?) Review-Prozess – wirkt sich hier objektiv negativ aus. Websites, nat. auch bibliothekarische, verändern sich schnell. Die Dynamik wächst nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Integration von Web 2.0-Funktionen. Die Gefahr ist groß bzw. man kann mit großer Sicherheit vorhersagen, dass die Studienergebnisse veraltet und damit kaum mehr nachvollziehbar sind. Schade, der Autor hat die Chance auf (größtmögliche) Aktualität vertan, die durch Open Access bzw. einem Preprint möglich gewesen wäre. Selbst auf seinen Weblogs (Scholarly Communication News, Re-Engineering Libraries sowie HSM Reflections on LIS/LIfe) ist kein, geschweige denn ein zeitnaher Hinweis auf die Durchführung der Studie, oder von ersten Ergebnisse zu lesen.  Ob der „Volltext“ diesen ersten eher ernüchternden Eindruck wettmacht, bleibt abzuwarten…

Matti Stöhr

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